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Dresden: Das sagen die Stars zum neuen Steyer-Stadion | Regional
30.08.2024 - Cuma 23:12
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Das nagelneue Dresdner Heinz-Steyer-Stadion hat seine Feuertaufe mit Bravour bestanden. Die Leichtathletik-Stars waren beim Comeback des „Goldenen Ovals“ schwer begeistert.
Bevor die Athleten in der für ca. 56 Mio. Euro grundsanierten Arena erstmals um Medaillen kämpften, gab´s die feierliche Eröffnung. Dabei gaben sich einstige Olympiasieger, Welt- und Europameister die Klinke in die Hand.
Heike Drechsler (59), die 1986 an gleicher Stelle mit 7.45 Metern einen neuen Weitsprung-Weltrekord aufstellte, sagte sichtlich ergriffen: „Das ist gerade total emotional, mir zittert die Stimme. Ich bin so froh, dass wir dieses Stadion wieder voll erleben.“
Was vor der Wende fast schon zur Normalität gehörte, passierte Freitagabend zum ersten Mal seit 35 Jahren: 10 000 Menschen waren gekommen, sorgten im ausverkauften Rund für Gänsehautatmosphäre.
Begeistert vom neuen Steyer-Stadion: Leichtathletik-Legende Heike Drechsler und Sachsen-MP Michael Kretschmer
Marlies Göhr (66) die im Steyer-Stadion 1977 als erste Frau unter 10 Sekunden sprintete: „Die Dresdner war immer ein tolles Publikum. Schön, dass sie dieses Schmuckstück wiederhaben.“
Dresdens OB Dirk Hilbert (52/FDP): „Ich bin mächtig stolz auf alle, die daran mitgewirkt haben.“ Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (49/CDU): „Dresden ist eine Sportstadt, hat jetzt einen neuen magischen Ort zurückbekommen.“
Tatsächlich passierte wenig später historisches: Lokalmatador Karl Bebendorf (28) gewann unter frenetischem Jubel von den Rängen die 3000 m Hindernis in 8:21,94 Minuten.
Lokalmatador Karl Bebendorf (2.v.l.) rannte über 3000 m Hindernis zum Sieg
Noch nie war jemand beim legendären „Goldenen Oval“ in Dresden schneller. Der Clou: Die Siegermedaille bekam Bebendorf von Hagen Melzer überreicht. Genau von dem Mann, dessen 36 Jahre alten Rekord er kurz zuvor gebrochen hatte.
„Dieses Stadion ist ein Teil von mir“, sagte der Dresdner nach seinem Triumph. „Ich bin gerade völlig baff. Weil ich nicht wusste, dass Dresden so viele Leichtathletik-Interessierte hat.“
Insgesamt kämpften 175 Sportlerinnen und Sportler aus 35 Ländern in einer hervorragend organisierten Veranstaltung um Siege und Platzierungen. Zu den herausragenden Ergebnissen gehörte u.a. der Sieg des Kanadiers Jerome Blake über die 100 Meter. Der Staffel-Olympiasieger sprintete nach 10,01 Sekunden ins Ziel.
Bei den Damen gewann Lisa Mayer (11,31) vor Rebekka Haase (11,44). Beide hatten in Paris mit der deutschen Staffel Olympia-Bronze geholt.
„Das Stadion hat große Zukunft“
Auch das ging unter die Haut: Marita Koch (67), die seit 39 (!) Jahren mit 47,60 Sekunden den Weltrekord über 400 m hält, wurde unter donnerndem Allpaus für ihr Lebenswerk mit dem Ehrenpokal des Laufsports „Goldener Rudi“ geehrt.
Fazit von Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting (39): „Das Stadion hat eine große Zukunft. Hier wird noch sehr viel passieren.“ Nächstes Leichtathletik-Highlight: Die Deutschen Meisterschaften 2025.
Darauf können sich Athleten und Zuschauer jetzt schon freuen...
Der coolste Moment des AwardsAls unsere Gold-Heldin singt, klatscht die ganze Halle!
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