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Das war mal eine Ansage! Drittligist Dynamo Dresden hat 1860 München in einem wahren Offensiv-Feuerwerk mit 5:2 weggeknallt.
Dynamo-Trainer Thomas Stamm stellte nach der peinlichen 1:2-Niederlage bei Stuttgart II personell und taktisch kräftig um. Hoti und Bünning rückten für Boeder und Kubatta ins Abwehr-Zentrum. Risch erhielt hinten links den Vorzug gegenüber Heise, davor begann Baur für Kother.
Dazu wurde auf ein 3-4-3-System umgestellt. Was zwei Konsequenzen hatte: Die SGD im Vergleich zur Stuttgart-Pleite im Vorwärtsgang nicht wiederzuerkennen. Hinten allerdings anfangs wieder wackelig.
Das Duell der Traditionsteams in Halbzeit eins mit zwei Hauptdarstellern: Dresdens Christoph Daferner und Münchens Leroy Kwadwo.
Bockstarke Leistung: Daferner (hinten) stellte die Löwen-Abwehr vor unlösbare Probleme
Dynamos Torjäger wurde vorm Anpfiff für sein 100. Spiel in Schwarz-Gelb geehrt. Und brachte im 101. mit seinem 1:0 das Stadion gleich zum Kochen (6.). Nach Lemmer-Eingabe nagelte Daferner die Kugel am kurzen Pfosten in den Winkel. Sein 13. Saisontreffer war eine Augenweide.
Aber postwendend die Antwort der Gäste. Nach eine Ecke nutzte Kwadwo das Durcheinander in Dresdens Abwehr, knallte die Kugel gefühlt von der Grundlinie rein (9.). Ausgerechnet Kwadwo, der in der Saison 2020/21 noch für Dynamo spielte.
Die Gastgeber aber nur kurz geschockt, setzten schnell wieder auf Offensiv-Power. Und hatten Top-Chancen zur erneuten Führung durch Casar (11.) und Daferner (30., Pfosten).
Dynamo-Keeper Tim Schreiber lässt nichts mehr anbrennen, der starke Lars Bünning schirmt ihn ab
Dynamos Torjäger hatte noch lange nicht genug, machte prompt das 2:1. Sein Gegenspieler Kwadwo wurde beim wuchtigen Kopfball förmlich überrannt (32.). Da wurde den 29.000 im Kühlschrank Harbig-Stadion garantiert ganz warm ums Herz.
Das Stamm-Team jetzt fast schon im Rausch, setzte noch vor der Pause das 3:1 durch Hoti drauf. (39.). Die Magdeburger Leihgabe hielt nach einer Ecke freistehend drauf, die Kugel wurde noch unhaltbar abgefälscht. Von wem? Na klar: Kwadwo.
Interessant: Noch vor der Pause holte der starke Bünning das Team zusammen, impfte den Mitspielern ein konsequenteres, konzentrierteres Defensifverhalten ein. Ein wichtiges Zeichen des Routiniers, das Wirkung zeigte.
Frust der Vorwoche weggeballert
Ex-Dynamo-Kapitän Sebstian Mai (31/derzeit vereinslos) nach der ersten Hälfte bei Magenta Sport: „Das war offensiv eine richtig starke Leistung mit Top-Arbeit über die Außen.“ Dafür verantwortlich: Die diesmal überragenden Flügelspiele Mika Baur und Lakob Lemmer.
Und was macht die SGD in Halbzeit zwei? Gegen am Ende überforderte Münchner einfach so weiter. Das Ergebnis: Die offensiv wohl beste Saisonleistung, gekrönt von zwei weiteren Toren durch Menzel (63.) und Lemmer (70.). Der ganze Frust der Vorwoche wurde glatt weggeballert. Das 5:2 durch einen von Wolfram verwandelten Handelfer (92.) juckte niemanden mehr.
Doppelschütze Daferner: „Wir waren ein Stück weit entfesselt, es hat richtig Spaß gemacht.“
Mit dieser Leistung hat Dynamo Dresden die erhoffte Reaktion gezeigt. Und sich im Aufstiegskampf eindrucksvoll zurückgemeldet. Geht doch!
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