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Es geht wieder los! Die Euphorie ist bei Team und Fans von Drittliga-Spitzenreiter Dynamo Dresden gleichermaßen groß.
Zum Trainingsauftakt pilgerten bei klirrender Kälte 350 Leute. Genau wie vor einem Jahr, als der Aufstieg gefühlt schon eingetütet war und dann doch noch in einer Horror-Rückrunde verspielt wurde.
Wie geht Thomas Stamm mit diesen Gedanken um, die unweigerlich hochkommen?
„Indem ich grundsätzlich wenig bis keine Fragen mehr in diese Richtung beantworten werde. Das jetzt ist eine der letzten dazu“, stellt der Coach klar.
Stamm erklärt auch warum: „Es hat einfach keinen Einfluss. Die, die es miterlebt haben, die haben es im Hinterkopf. Aber es ist eine komplett neue Mannschaft, ein neues Jahr. Ich glaube, wir tun gut daran, nicht nach hinten zu schauen. Sondern nur nach vorne.“
Die richtige Einstellung! Trotzdem ist es wichtig, Fehler von damals zu analysieren, um sie nicht zu wiederholen. BILD nennt fünf Dinge, auf die es jetzt ankommt.
Unter Trainer Markus Anfang verspielte Dynamo in der vergangenen Rückrunde noch den Aufstieg
► Taktische Variabilität: Vor einem Jahr konzentrierte sich Ex-Trainer Markus Anfang nur darauf, sein bis dahin erfolgreiches Spielsystem (4:3:3 offensiv) zu verfeinern.
Er verpasste es, das Wintertrainingslager zu nutzen, um neue Varianten einzustudieren bzw. leichte Abwandlungen je nach Gegner einzubauen. Dadurch wurde Dynamo durchschaubar.
Für Thomas Stamm gilt es nun, die Flexibilität der Hinrunde weiter zu erhöhen und mehrere Spielsysteme weiterzuentwickeln, damit die Konkurrenz sich diesmal nicht einfach auf den Spitzenreiter einstellen und sein Spiel zerstören kann.
► Fitness: In der Rückrunde letzter Saison konnte Dresden in den Schlussphasen nicht mehr zulegen bzw. gingen Puste, Kraft und Konzentration öfters aus. Offensichtlich wurde es damals zuvor im Winter versäumt, an der Grundlagenausdauer, Intensität und Power zu arbeiten.
Zwei Wochen bleiben, um Neuzugang Andi Hoti in die Mannschaft zu integrieren
Heißt für diese Spielzeit: Stamm muss in der ersten der nur zwei verbleibenden Wochen in den roten Bereich gehen und genau abwägen, wie viel er im Konditionsbereich nachlegen muss. Dynamos Stärke in der Hinserie waren die späten Tore, dafür muss die SGD weiterhin eines der fittesten Teams sein.
► Alle Spieler mitnehmen: Egal ob Reservist oder Leistungsträger – Stamm muss jedem das Gefühl geben, dass er ihm zutraut, für das Aufstiegsziel eine wesentliche Rolle zu spielen.
In der Vorsaison hatte Anfang die zweite Reihe ab dem Winter links liegengelassen. Die Ersatzspieler sahen keine Chance im Konkurrenzkampf mehr, gaben sich auf und der Teamgeist war bei den ersten Misserfolgen schnell gebrochen.
Stamm hat diesen Punkt im Blick, sagte bereits: „Nur so wirst du am Ende vorn dabei sein. Alles andere ist heutzutage, wo es so eng ist, nicht mehr möglich. Das müssen wir uns bewahren!“
► Aufstiegs-Gier bewahren: Auch wenn es sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang sind, mindestens die Hälfte der 3. Liga schielt noch auf den Aufstieg und wird Dynamo 19 Spiele lang jagen.
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Dynamo wird zum Gejagten
Stamm muss den Spielern klarmachen, dass sie sich nicht sicher fühlen dürfen. Wollen sie nächstes Jahr gegen Klubs wie Schalke, Hertha oder Hamburg ran, gilt es, dem alles unterzuordnen und sich zu erkämpfen. 30.000 Zuschauer fast in jedem Heimspiel, eine riesige Aufstiegsparty in Schwarz-Gelb – das sollte jeder vor Augen haben.
► Neuzugang einbauen: Mit Andi Hoti ist die langersehnte Verstärkung für die Abwehr da. Den Innenverteidiger muss Dynamo nun schnell integrieren, genauso wie einen neuen Linksaußen, falls er sich noch finden lässt.
Zum Vergleich: Letzte Saison kam der einzige Winterzugang Ahmet Arslan erst sehr spät. Jetzt bleibt noch Zeit, da die Vorbereitung gerade erst begonnen hat.
Hat Dynamo Dresden diese Knackpunkte im Blick und im Griff, dürfte es im dritten Anlauf endlich mit der ersehnten Rückkehr in die 2. Liga klappen.
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Apsny News


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