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Auch wenn´s am Ende nicht gereicht hat: Es war ein denkwürdiger Auftritt von Dynamo Dresden gegen Darmstadt 98. Was das Pokal-Aus (2:3 n.V.) für den Drittligisten bedeutet.
► SCHWUNG FÜR DEN AUFSTIEGSKAMPF
Fakt ist: Die Mannschaft hat gegen den Bundesliga-Absteiger mehr als nur mitgehalten. Entschlossenheit, Mut und Einsatz, aber auch Taktik und Spielanlage haben einmal mehr gezeigt, was für ein Potential vorhanden ist.
Die Dresdner um Stürmer Christoph Daferner waren in einem tollen Spiel nah dran an der Sensation
„Es war ein wahnsinnig geiler Fußballabend, an dem auch Dynamo ein wahnsinnig gutes Spiel gemacht hat“, schätzte auch Darmstadt-Coach Florian Kohfeldt nach dem Spektakel ein. „Von der Spielanlage sind sie sehr schwer greifbar.“
Sein Gegenüber sah es ähnlich. „Wir haben alles auf dem Platz gelassen, sind mit viel Energie, Leidenschaft und Moral aufgetreten“, analysierte Thomas Stamm.
Der Coach weiter: „Jetzt überwiegt die Enttäuschung. Aber wenn wir das gut kanalisieren und gut mitnehmen, kann uns das viel Mut geben. Dass wir in der Liga genau diese Intensität und Moral zeigen müssen, damit wir vorn dabei bleiben können.“
Das müssen die Dresdner schon am Samstag in Ingolstadt unter Beweis stellen. Dann allerdings ohne Kapitän Stefan Kutschke (Rot-Sperre) und seinen Stellvertreter Niklas Hauptmann (5. Gelbe).
„Wir werden jetzt regenerieren und dann wieder gut auftreten”, ist Hauptmann überzeugt. „Wir sind körperlich topfit und haben einen großen Kader. Die Jungs werden in Ingolstadt schon etwas reißen.“
Teures Vergnügen: Der Dresdner K-Block mit den Hardcore-Fans brannte gegen Darmstadt lichterloh
Teures Pokal-Nachspiel
So frenetisch, lautstark und leidenschaftlich die 30 000 im Harbig-Stadion ihr Team auch antrieben und ihm damit zusätzliche Kräfte verliehen, so teuer wird den Verein der Pyro-Rausch im K-Block zu stehen kommen.
Bengalos, Leuchtraketen, Nebeltöpfe: Fast über die kompletten ersten 90 Minuten fackelten die Ultras gefühlt alles ab, was in den letzten Silvesternächten übrig blieb.
Egal wie man dazu steht, es ist und bleibt verboten – und wird knallhart sanktioniert. Rechnet man grob hoch, dass für einen Drittligisten pro Pyromittel 350 Euro fällig werden, kann getrost mit einer DFB-Strafe nicht unter 30 000 Euro gerechnet werden.
Dynamo Dresden droht hohe DFB-Strafe
Die Summe könnte sogar noch deutlich höher ausfallen, weil Schiri Tobias Stieler in der 2. Halbzeit das Spiel sogar für mehrere Minuten unterbrechen musste, als Pyro-Nebel ein Weiterspielen unmöglich machte.
Statt der erhofften Millionen-Einnahme für ein Weiterkommen, muss Dynamo Dresden so also noch satt draufzahlen. Und das in Zeiten, die wirtschaftlich alles andere als rosig aussehen und sogar der millionenschwere Verlust des Mietzuschusses durch die Stadt fürs Stadion droht.
Mitten im ohnehin knallharten und teuren Kampf um den Zweitliga-Aufstieg ist das eine zusätzliche Belastung, die so bitter wie unnötig ist. Oder anders gesagt: Einfach nur dumm…
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Apsny News


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