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Friedrichshain – Seit Wochen herrscht in Frankreich Chaos, überall im Land arten Schüler-Protest in Gewalt und Vandalismus aus. Jetzt nehmen sich Berliner Schüler daran ein Beispiel! Vor dem Andreas-Gymnasium in Friedrichshain wird demonstriert und die Eingänge blockiert. Demonstranten singen die Sozialistische Internationale, schwenken Palästinenser-Fahnen, kritisieren hohen Ausgaben für das Militär. Außerdem fordern sie eine bessere Bildungspolitik.
Gegen 11 Uhr gab es eine verletzte Person im Zusammenhang mit der Schulblockade. Im Streit um eine Mülltonne soll eine 67 Jahre alte Anwohnerin angegriffen worden sein. Sie wollte ihren Müll rausbringen, als der 17-jährige Tatverdächtige ihr die Tonne in den Bauch rammte. Diese brauchte er wohl für die Blockade.
Verletzte Anwohnerin unter Schock
Die Geschädigte steht unter Schock, so die Polizei. „Ich bin gerade erst operiert worden“, gibt sie an. Der mutmaßliche Täter wurde wegen Körperverletzung festgenommen. Polizisten griffen ihn in einem Café neben der Schule auf und nahmen ihn dort fest.
Festnahme! Anwohnerin (67) bei Schulblockade verletzt
Kurios: Immer mehr unbekannte und vermummte erwachsene Aktivisten, teils über 40 Jahre alt, mischen sich unter die Protestler. Die Schüler sind teilweise bereits wieder in den Schulklassen. Nicht die der 5. und 6. Klasse: Die Polizei hatte sie begleitet, um sie sicher aus der Schule rauszuholen.
„Das Problem hat damit jetzt angefangen: Es sind schulfremde Personen aufgetaucht im Laufe des Vormittags. Die haben hier in der Koppenstraße das Versammlungsgeschehen übernommen“, sagt Polizeisprecher Nath.
Polizei-Gewerkschaft warnt vor Radikalen
Die Protestwelle aus Frankreich hatte bereits am Montag Berlin erreicht. Schüler blockierten das Französische Gymnasium nahe dem Nollendorfplatz. Rund 150 Jugendliche verbarrikadierten Eingänge der traditionsreichen Schule.
Die Gewerkschaft der Polizei hat mit Blick auf die Schülerproteste in Frankreich vor einer möglichen Instrumentalisierung deutscher Solidaritätsaktionen durch radikale Kräfte gewarnt. Im Fokus der Gewerkschaft steht dabei vor allem die Linksjugend.
Blockade: Schüler protestieren gegen Wehrpflicht und für ihre Rechte. Später tauchten immer mehr Erwachsene auf
Gewerkschafts-Landeschef Stephan Weh erklärte: „Wie bei anderen Protestbewegungen müssen wir aber damit rechnen, dass sich radikale oder gar extremistische Kräfte auf diese Proteste draufsatteln.“
Linksjugend kündigt Demonstration an
Die Linksjugend ruft für Samstag um 15 Uhr zu einer Demonstration am Kleistpark auf. Auf Social-Media-Kanälen aus dem Umfeld der Linken Neukölln und der Linksjugend wird dabei neben Solidarität mit französischen Schülern auch gegen die „Gewalt der Macron-Regierung“ mobilisiert und vor einer „brutalen Repression durch die Ordnungskräfte“ gewarnt.
„Kolleginnen und Kollegen, die zuerst angekommen sind, sind eingeschlossen worden und haben sich dann wieder herausgedrückt. Wir haben deshalb auch einen Ermittlungsverdacht wegen Verdachts des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte eingeleitet“, so Nath (50).
Schulsenatorin: Blockade nicht legitim
Berlins Bildungssenatorin (zuständig für Schule) Katharina Günther-Wünsch (43, CDU) zu BILD: „Für mich ist die Grenze eindeutig: Friedlicher Protest, Kritik und politische Meinungsäußerung sind legitim. Die Blockade einer Schule, die Behinderung anderer Schülerinnen und Schüler und das bewusste Herbeiführen von Konfrontationen sind es nicht.“
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Apsny News


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