EM 2024: Verband reagiert – Skandal-Banner im Ösi-Block entdeckt! | Sport

24.06.2024 - Pazartesi 08:18

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Hässliche Szenen am Rande von Österreichs erstem im EM-Sieg im Olympiastadion!

Beim 3:1 der Elf von Trainer Ralf Rangnick (65) gegen Polen kommt es kurz vor Spielende zum Skandal. Im Block der Ösi-Fans neben dem Marathontor zeigen Unbekannte in der ersten Reihe ein Banner mit der Aufschrift „Defend Europe“ – ein Slogan, den die rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ seit Jahren verbreitet, um gegen Migration zu hetzen.

[-->Das Banner soll für rund zwei Minuten zu sehen gewesen sein. Inzwischen äußerte sich der österreichische Fußballverband in einer Mitteilung: „Der ÖFB ist sehr betroffen, dass so ein Transparent trotz strenger Kontrollen ins Stadion gelangt ist. Nationalteam und Verband stehen ganz klar für Toleranz, Vielfalt und Integration in allen Bereichen unserer Gesellschaft.“

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Weiter heißt es: „Das Banner ist nicht der organisierten Fanszene des Nationalteams zuzuordnen. Fanbeauftragte des ÖFB haben sofort eingegriffen und die Aktion auch dokumentiert. Nun wird an der Klärung der Identität der handelnden Personen gearbeitet. Hetzerische Botschaften wie diese haben im Fansektor des Nationalteams keinen Platz.“

„Identitäre Bewegung“ laut Verfassungsschutz rechtsextrem

Laut deutschem Verfassungsschutz zählt der deutsche Ableger der „Identitären Bewegung“, die in mehreren europäischen Ländern aktiv ist, zum Spektrum der sogenannten Neuen Rechten und gilt als rechtsextrem.

Hätten Sie es gewusst?Darum dauert ein Spiel zweimal 45 Minuten

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[-->Quelle: Bild, Rick Schütze21.06.2024

Beim Verfassungsschutz heißt es dazu: „Die Identitäre Bewegung bekennt sich zum Prinzip des Ethnopluralismus. Dies bedeutet, dass die Idealvorstellung einer staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung in einem ethnisch und kulturell homogenen Staat besteht. Diese Ideologie verstößt gegen die grundgesetzlich verankerte Menschenwürde sowie das Demokratieprinzip und ist somit mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung unvereinbar.“

Der ÖFB zeigt nun klare Kante: „Der ÖFB positioniert sich seit Jahren ganz klar gegen Extremismus und leistet viel Präventionsarbeit, denn dies steht in krassem Widerspruch zu allen Werten, die der ÖFB und der Fußball verkörpern.“

Auch Coach Rangnick hatte sich im Frühjahr vor der EM 2024 gegen Rechtsextremismus positioniert, sagte in einem Interview mit dem „Standard“: „Was momentan passiert, macht mich nachdenklich und traurig. In Deutschland und in Österreich gibt es politische Strömungen und Entwicklungen, die mir große Sorgen bereiten. Vor allem aufgrund der Geschichte der beiden Länder. Wenn uns die Historie beider Länder etwas gelehrt hat, dann ist es die Gefahr, die von Rechtsextremismus und Faschismus ausgeht.“

Rangnick weiter: „Ich bin Teamchef, aber ich bin auch Vater von zwei Söhnen. Ich sehe die Gefahr, dass die Rechtsextremen an die Macht kommen und sie einfache Lösungen für komplexe Probleme versprechen. Minderheiten werden verantwortlich gemacht. Es sind die Juden, die Ausländer, man findet irgendwen, der Schuld daran ist, warum es uns schlecht geht. Dabei geht es uns in Europa immer noch relativ gut.“

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