„Ich bin sicher, dass ich Tore schießen werde“
Zum Saisonauftakt schmorte der Angreifer zweimal auf der Bank. „Ich habe die ersten beiden Spiele bisher noch keinen Einsatz gehabt. Ich möchte natürlich auf dem Platz stehen und Protagonist sein. Wenn ich die Chance bekomme, bin ich bereit – auch für 90 Minuten. Ich bin sicher, dass ich dann auch Tore schießen werde. Ich habe großes Vertrauen in mich, ich weiß, was ich kreieren kann“, sagt Silva. Seine Quote in der Bundesliga ist beeindruckend: In 121 Spielen war er an 76 Toren beteiligt.
„Ich hatte einige Angebote anderer Vereine“
Dennoch hätte er gehen dürfen. „Es gab viele Gerüchte. Die Wahrheit ist: Es gab viel Interesse an mir. Ich hatte einige Angebote anderer Vereine“, sagt Silva. „Aber ich habe mich entschieden, in Leipzig zu bleiben. Das war die beste Entscheidung für mich.“
Warum klappte es nicht mit einem anderen Klub? „Es lag zum Teil am Timing, an den Vereinen und an den Angeboten. Ich habe mich für den Verein entscheiden, bei dem ich auf der großen Bühne hart arbeiten und mit den besten Spielern trainieren kann“, sagt der Stürmer. „Der sportliche Aspekt steht im Vordergrund, aber dahinter spielen auch die Stadt und andere Dinge, wie das Umfeld, eine Rolle. Mein Leben und meine Leidenschaft ist Fußball. Ich denke daran, wenn ich einschlafe und wenn ich wieder aufwache. Leipzig ist eines der besten Teams in Europa.“
Zuletzt war Silva (r.) nur Reservist bei Trainer Rose (M.)
Foto: RONNY HARTMANN/AFP
Vor einem Jahr wurde Silva zu Real Sociedad nach Spanien verliehen, spielte dort aber in 38 Pflichtspielen nur 14 Mal von Beginn an. „Ich hatte gespürt, dass es damals die beste Entscheidung war. Im Nachhinein muss ich sagen: Es hat leider mit Blick auf die Zahlen und die Statistik, nicht so funktioniert, aber zum Glück bin ich jetzt in bester Verfassung“, sagt Silva ehrlich. Auch deshalb war er nun sehr sensibel bei seiner Zukunftsentscheidung, suchte nach der Sommerpause sofort den Austausch mit Trainer Marco Rose (47). „Wir haben sofort gesprochen, als ich nach Leipzig kam, wir haben einen guten Austausch. Ich wollte die Einschätzung des Trainers wissen, weil mir das wichtig ist. Er hat mir gesagt, dass er auf mich zählt und es für RB gut ist, einen großen Konkurrenzkampf im Sturm zu haben“, sagt Silva.
„Das beste Kompliment ist, wenn ich auf dem Platz stehe“
Rose und dessen Vorgänger loben Silva immer wieder für seinen Trainingsfleiß und für seine Ruhe in für ihn schwierigen Phasen. Der Stürmer lacht – und sagt: „Es ist ein Kompliment, , aber das beste Kompliment ist, wenn ich auf dem Platz stehe. Meine Eltern haben mir immer beigebracht, hart zu arbeiten und sich immer verbessern zu wollen.“
Wie stark die Konkurrenz mit Loïs Openda (24), Benjamin Sesko (21) und Yussuf Poulsen (30) ist, weiß Silva: „Die anderen Stürmer sind sehr gut und schnell. Wir unterstützen uns gegenseitig und wollen das Beste für RB Leipzig.“ Aber: „Ich kenne meinen Wert und ich weiß, dass ich der Mannschaft helfen kann. Vor allem im Ballbesitz, mit dem letzten Pass, beim Abschluss, technisch, taktisch, mit dem Rücken zum Tor und hauptsächlich natürlich mit Toren.“
„Jetzt bin ich hier und werde kämpfen!“
Silva eröffnet den Kampf um die Offensiv-Plätze! „Jetzt bin ich hier und werde kämpfen. Mein Ziel ist es, zu spielen, Tore zu schießen und mit RB Leipzig Spiele zu gewinnen“, sagt der Portugiese. „Ich möchte zeigen, dass ich das kann, was ich schon oft in meiner Karriere bewiesen habe.“
Damit er auch wieder für Portugal spielen darf. Bei der EM in diesem Sommer war er nicht dabei. „Es war sehr hart, die EM von außen anschauen zu müssen. Ich möchte im Nationalteam sein. Ich hatte lange daran geglaubt, dass ich dabei sein kann“, sagt Silva. „Ich musste verstehen, warum ich das Turnier verpasst habe.. Die Antwort ist immer: Ich muss noch härter arbeiten, widerstandsfähiger und stärker werden. Mein Ziel ist es, wieder in die Nationalmannschaft zurückzukehren und dort ein wichtiger Spieler zu werden.“
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Quelle: BILD05.09.2024
Deshalb wechselte Silva seine Berater
Für seinen neuen Anlauf hat Silva die Berater-Agentur gewechselt, ist jetzt bei Roc Nation, die Musik-Star Jay-Z gehört. „Nein, ich habe ihn noch nicht kennengelernt, aber es wäre natürlich cool: Er ist einer der größten Künstler der Welt, der viele Menschen inspiriert und motiviert. Roc Nation Sports ist Teil von Roc Nation, einer amerikanischen Agentur, die auch in anderen Ländern, wie England und Brasilien vertreten ist“, sagt Silva und begründet den Agentur-Wechsel: „Meine ehemaligen Berater von Gestifute haben mich lange sehr gut vertreten. Wir sind immer noch in Kontakt, aber ich habe gefühlt, dass ich eine neue Option ausprobieren möchte, es war ein Gefühl.“