Fan-Skandal bei Lok Leipzig: Busfahrer sackt blutüberströmt zusammen | Sport

06.12.2025 - Cumartesi 09:23

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Lok Leipzig verliert zum Hinrundenauftakt der Regionalliga Nordost 0:2 gegen den FSV Zwickau.

Mehr noch als die Niederlage schmerzt den Klub jedoch dieser Fan-Eklat kurz vor dem Abpfiff. Da flog ein mit Sand und Kies gefüllter Hartplastikbecher aus der Gegengeraden und traf Zwickaus Busfahrer Stephan Mildner, der wie gewohnt auswärts mit auf der Bank saß, böse am Kopf.

Der Mann sackte blutüberströmt zusammen, Sanitäter eilten zu ihm. Die Wunde am Kopf wird geklammert und mit einem dicken Verband versehen. Auch ein Notarzt ist dabei. Schiri Lukas Pilz (23, Magdeburg) unterbricht das Spiel, lässt es dann aber zu Ende laufen.

Zwickaus Sportchef Robin Lenk zunächst: „Es ist unschön, überschattet dieses ganze Spiel. Jetzt müssen wir erst einmal schauen, wie wir nach Hause kommen. Denn so können wir ihn nicht fahren lassen.“

Busfahrerin von Lok Leipzig fährt Zwickau nach Hause

Auf das Veto von Stephan Mildner, der seine Sieger unbedingt selbst nach Hause bringen wollte, reagierte Lenk klipp und klar: „Nein Stephan, das machen wir nicht. Dann fährst du hier irgendwo dagegen, nein, das machen wir nicht. Ruhe dich erst einmal aus.“

Ein Notarzt kümmerte sich auf der Bank um den verletzten Busfahrer

Ein Notarzt kümmerte sich auf der Bank um den verletzten Busfahrer

Foto: PICTURE POINT / Gabor Krieg

Während die Polizei noch die Anzeige aufnahm, entschuldigte sich Geschäftsführer Martin Mieth im Namen des Klubs beim Fahrer – und sorgte für schnellen Ersatz. Mariana Döring, die auch schon mal den Mannschaftsbus des FC Lok steuerte, sprang für ihn ein.

Sie stand übrigens während des Spiels selbst auf der Gegengerade, sah das Unheil mit eigenen Augen. „Wenn der Täter in meiner Nähe gewesen wäre, hätte ich ihm ein Bein gestellt“, so die junge Frau.

Mariana Döring sprang für den verletzten Zwickauer Busfahrer ein

Mariana Döring sprang für den verletzten Zwickauer Busfahrer ein

Foto: André Schmidt

Zwickau-Trainer Schmitt: „Idiotisch und katastrophal“

Immerhin soll der Täter inzwischen identifiziert worden sein. Weil er die Tat offenbar bestreitet, sollen nun Videoaufzeichnungen hinzugezogen werden. Zwickaus Trainer Rico Schmitt erklärt auf Nachfrage von BILD: „Stephan lag mit einer großen, klaffenden Platzwunde plötzlich in der Bank drin. Das ist einfach Scheiße. Der Mensch, der das gemacht hat, sollte weggesperrt werden. Das gehört sich nicht. Schon gar nicht in einem Fußballstadion. Das ist idiotisch und katastrophal.“

Auch Lok-Trainer Jochen Seitz übermittelte dem verletzten Busfahrer dann auch noch beste Genesungswünsche und sagte: „Das ist unentschuldbar.“ Recht hat er.

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Quelle: Instagram/HeidiKlum

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