Frauen-EM 2025: Großer Schiri-Ärger nach DFB-Sieg gegen Dänemark | Sport

09.07.2025 - Çarşamba 01:56

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Unsere DFB-Fußballerinnen stehen im EM-Viertelfinale – doch das 2:1 gegen Dänemark brachte viel Ärger mit sich!

Es geht um insgesamt vier Szenen!

Gleich dreimal kam der VAR zum Einsatz. Erst wurden den deutschen Frauen ein Tor (wegen einer Abseitsstellung) und ein Elfmeter aberkannt, dann aber ein Strafstoß zugesprochen. An den grundsätzlichen Entscheidungen gab es nichts zu beanstanden – dafür aber an der Dauer der jeweiligen Checks. Gefühlt eine Ewigkeit warteten die Spielerinnen auf das Zeichen von Schiedsrichterin Catarina Ferreira Campos (Portugal).

Mittelfeldspielerin Linda Dallmann: „Es ist natürlich nervig, wenn man da fünf Minuten für eine Entscheidung steht.“ Vor allem in der Szene, als sich Sjoeke Nüsken nach dem Elfmeterpfiff schon den Ball schnappte.

Bundestrainer Christian Wück auf BILD-Nachfrage: „Ich weiß nicht, wie lange Sjoeke anschließend mit dem Ball da stand, bis entschieden wurde, dass es kein Elfmeter ist. Das ist ein fader Beigeschmack, dass es so lange dauert. Ich weiß nicht, wem man einen Vorwurf machen kann. Sowohl im Männer- als auch Frauenfußball müssen wir schauen, dass wir solche Entscheidungen schneller treffen.“

Der Schiri-Ärger ging noch weiter! Dieses Mal nahmen die Däninnen kein Blatt vor den Mund. Es ging um die Szene vor dem entscheidenden 2:1. Verteidigerin Emma Faerge knallte ihrer eigenen Mitspielerin Emma Snerle beim Befreiungsschlag aus wenigen Metern den Ball ins Gesicht. Diese ging zu Boden, der Ball landete bei Jule Brand, die schließlich Torschützin Lea Schüller bediente. Snerle musste sichtlich benommen ausgewechselt werden.

Die dänische Mittelfeldspielerin Emma Snerle (24) war nach dem Kopftreffer weggetreten

Die dänische Mittelfeldspielerin Emma Snerle (24) war nach dem Kopftreffer weggetreten

Foto: IMAGO/Ulmer/Teamfoto

Dänen-Stürmerin Amalie Vangsgaard motzte hinterher: „Ich weiß nicht, ob sie fast ohnmächtig war! Es ist schade, dass wir Schiedsrichter haben, die keine Verantwortung für die Spielerinnen auf dem Feld übernehmen können.“

Trainer Andree Jeglertz war ähnlich bedient: „Wir brauchen klare Regeln. Wenn eine Spielerin eine Kopfverletzung hat, musst du aus meiner Sicht abpfeifen und die Möglichkeit haben, etwas als Schiedsrichterin zu tun. Ich verstehe nicht, wieso sie das Spiel nicht angehalten hat.“

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Quelle: BILD/Instagram @swissnatiwomen

DFB-Keeperin Ann-Katrin Berger kontert: „Wenn es für sie gelaufen wäre, hätte er aber wahrscheinlich was anderes gesagt. Man muss einfach einschätzen können, ob es eine gravierende Kopfverletzung ist. Ich glaube, da würde die Schiedsrichterin abpfeifen. Und dann ist es natürlich auch unglücklich, dass es von ihrer eigenen Mitspielerin kam. Es gibt einfach Grauzonen und da kann man es keinem recht machen.“

Die Regel besagt: Besteht der Verdacht auf eine Kopfverletzung (z. B. Gehirnerschütterung), unterbricht der Schiedsrichter das Spiel, damit der verletzte Spieler von dem Mannschaftsarzt untersucht werden kann.

Allerdings liegt es im Ermessen des Schiris, ob und wann er bei einem Kopftreffer abpfeift.

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