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Krass! Krass! Krass!
Fast alle deutschen Spielerinnen keuchten dieses Wort in die Mikros, nachdem sie Frankreich bezwungen hatten.
Krass, wie sie sich nach dem frühen Platzverweis fast zwei Stunden gegen die blaue Übermacht stemmten.
Krass, wie sie sich mit letzter Kraft ins Elfmeterschießen kämpften.
Krass, wie Torfrau Ann-Katrin Berger zur Überheldin wurde.
Wie im WM-Finale der Männer 2014, als Bastian Schweinsteiger mit seinem blutenden Kopf zum Symbol des Durchhaltens wurde.
Wir stehen im Halbfinale!: Unser Wahnsinns-Sieg im Video
Gerade erst hat Matthias Sammer, selbst als Europameister 1996 ein legendärer Vorkämpfer, den deutschen Fußball zerlegt. Er habe seine Identität verloren. Unsere Spieler seien keine Maschinen mehr, sondern maximal Maschinchen.
Nein, unsere Frauen kann Sammer nicht gemeint haben! Sie haben mehr als 10 Millionen TV-Zuschauer mit ihrer Leidenschaft aus dem Sessel gehauen.
Der Holländer Ronald Koeman hat es mal so gesagt: Die Deutschen hören erst auf zu kämpfen, wenn sie im Bus sitzen.
Ja, die „deutschen Tugenden” leben noch! Die Leistungen unserer Fußballfrauen sind auch eine krasse Antwort auf die Selbstzweifel und Untergangsstimmung in diesem Land.
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