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Eine alte Indianerweisheit besagt: Wenn Du ein totes Pferd reitest, steig ab.
Frauke Brosius-Gersdorf hat das mit ihrem Rückzug als SPD-Verfassungsrichterkandidatin beherzigt. Tatsächlich waren die Aussichten der Juristin, noch nach Karlsruhe entsandt zu werden, auch schon vor den Schummel-Vorwürfen gegen ihre Doktorarbeit nahe null.
Die Front der Ablehnung, die ihr aus der Unionsfraktion entgegenschlug, war einfach zu groß. Verfassungsrichterkandidaten benötigen aus gutem Grund den Rückhalt eines großen Teils des Bundestags. Sie müssen – nicht nur wissenschaftlich – einen tadellosen Ruf haben.
Kanzler Merz und Unionsfraktionschef Spahn dürften nun Steine vom Herzen fallen – denn sie hatten die umstrittene Kandidatin ja sogar mitwählen wollen, bis ihre eigene Fraktion ein Stoppschild aufstellte.
Mit dem Rückzug der Juristin bleibt der Regierung eine lange Hängepartie und weiterer Schaden erspart.
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Apsny News


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