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Gespräch mit Elon Musk: Jetzt nuschelt plötzlich auch Donald Trump | Politik
13.08.2024 - Salı 03:50
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War es ein schlechtes Mikrofon – oder nuschelt jetzt plötzlich auch Trump?
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump (78) wurde von Tech-Milliardär und Kurznachrichtendienst „X“-Besitzer, Elon Musk (54), auf dessen Plattform „interviewt“.
Was vielen Zuhörern auffiel: Trump hörte sich an, als würde er während des ganzen Gesprächs lispeln. Er schien über weite Teile seine Worte zu verschlucken. Der Korrespondent der linksgerichteten Huffington Post für das Weiße Haus, S.V. Date, ging sogar noch weiter und fragte das Team von Trump, warum der Ex-Präsident seine Worte zu lallen schien.
Unklar blieb, was zu der nuschelnden Performance, die an die Murmel-Auftritte von US-Präsident Joe Biden (81) erinnerten, geführt hatte. Klar ist: Das groß angekündigte „Live-Gespräch“ begann mit einem Tech-Debakel. Wegen eines von Elon Musk vermuteten „Cyber-Angriffs“ brachen zunächst die Server auf X zusammen.
42 Minuten lang lauschten 1,3 Mio. Menschen zu monotoner Telefonschleifen-Musik – unwissend, ob und wann das Gespräch überhaupt stattfinden sollte. Musk lieferte ein kurzes „Sorry“ für den Riesen-Fauxpas und steuerte wegen der Schwierigkeiten von Live-Bild spontan auf ein Gespräch zum Zuhören um. US-Vizepräsidentin Kamala Harris spottete prompt: „Trumps Kampagnen-Team bekommt 2024 nicht mal einen Livestream hin.“
► Erstes Thema: der Attentatsversuch! Trump wiederholte, was für ein Wunder sein Überleben war: „Ich halte es für einen Akt Gottes – und ich fühle mich geehrt!“ Er habe die lebensrettende Drehung des Kopfes nur zur Ansicht von Einwanderungszahlen gemacht: „Illegale Migration hat mir das Leben gerettet!“, sagte er dann. Musk lachte herzlich.
Kennen sich schon lange: Elon Musk (53, l.) und Donald Trump (78)
► Rasch widmete sich Trump seinem Lieblingsthema: die üblich harte Kritik am Grenzchaos unter der Regierung von US-Präsidenten Joe Biden (81) und Trumps neuer Wahlkampfgegnerin Kamala Harris (59). Kranke, Verbrecher und Terroristen würden ins Land fluten, Regierungen ihre Gefängnisse mit Mördern, Gewalttätern und Drogendealern entleeren – und diese „wirklich schlimmen Leute“ in die USA schleusen.
In Venezuela seien die Verbrechen um 80 Prozent gefallen, die Hälfte der Gefängnisse entleert worden. Alles, um Richtung USA geschickt zu werden, behauptete Trump.
► Dann wechselte Trump zur Weltpolitik: Er habe eine gute Beziehung zu Kreml-Herrscher Wladimir Putin (71) gehabt, sagte er. Und er griff Biden, dem er die „Fähigkeit wie Gemüses“ attestierte, voll an. Wie auch Harris. Despoten wie Putin, Chinas Xi Jinping (71) und andere seien hart, ruchlos und am Zenit ihrer Fähigkeiten: Die würden Leute wie Biden oder Harris nicht ernst nehmen. Trump erzählte, dass er Putin eiskalt gedroht habe: „Ich sagte, wenn Sie das tun, werde ich das tun, und Putin wollte es nicht glauben, aber ich sagte, doch, klar“, erzählte er, ohne das weiter auszuführen.
Als Trump sich an Elon Musk richtete und ihn als effektivsten Rausschmeißer überhaupt lobte, fühlte sich Musk hörbar geehrt. Um sich weiter an Trump anzubiedern, verteidigte der Tesla-Chef sogar die Ölindustrie, die man nicht dämonisieren sollte. Wie auch nicht Autofahrer, die weiter mit Sprit fahren wollen. Aber insgesamt sollten die Weichen für erneuerbare Energien gestellt werden.
Trump, der mit dem Schlachtruf „Bohr, Baby bohr!“ auf die Fossil-Branche setzt, lieferte zum Ende ihres 90-minütigen Austauschs sogar eigene Ideen an Musk: „Es wäre toll, wenn du Solar-Paneelen auf deinen Autos montieren könntest!“
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