[ad_1]
München – Zeugnisse bereiten vielen Schülern große Sorgen. In Bayern bekommen jedes Jahr knapp vier Prozent der Schulkinder so schlechte Noten, dass sie ihre Klasse wiederholen müssen.
Schreckgespenst Sitzenbleiben!
In keinem anderen Bundesland müssen so viele Schüler eine Jahrgangsstufe wiederholen wie in Bayern. Das wollen die Grünen im bayerischen Landtag ändern.
„Wissenschaftlich ist längst bewiesen, dass Sitzenbleiben nichts bringt“, sagt die grüne Bildungsexpertin Gabriele Triebel (65). Sie hat selbst als Lehrerin gearbeitet.
Ihre Forderungen:
► Individuelle Fördermaßnahmen statt pauschalen Sitzenbleibens.
► Schulen mit besonderen Herausforderungen brauchen mehr Personal und Mittel.
► Gezielte Diagnostik von Schülern statt automatischer Wiederholung.
Sie beruft sich auf internationale Studien wie „Visible Learning“ von John Hattie, die dem Wiederholen einer Klasse schlechte Noten ausstellen. „Fördern statt wiederholen – das ist nicht nur pädagogisch sinnvoll, sondern auch gerecht und wirtschaftlich klüger.“
Einige Bundesländer haben Klassenwiederholungen in der Mittelstufe schon stark eingeschränkt. So sind sie in Hamburg bis zur 10. Klasse „nur in Ausnahmefällen“ möglich. In Berlin wird zunächst ein individuelles Förderprogramm erarbeitet. Die Eltern können über die Wiederholung entscheiden. In Schleswig-Holstein dürfen die Eltern mitbestimmen, wenn die Schule eine Empfehlung für eine Klassenwiederholung ausspricht.
Außerdem gilt laut Grünen: Sitzenbleiben ist teuer. Durchschnittlich wiederholen in Bayern 20.000 Schüler eine Klasse. Der vorläufige Höchststand wurde im Schuljahr 2022/23 erreicht: 23.000 Sitzenbleiber.
Ein Platz in einer Schule kostet im Jahr laut Statistischem Bundesamt 11.300 Euro. Bedeutet: Sitzenbleiben kostete in Bayern laut grünen Berechnungen 2022/2023 an die 260 Millionen Euro. Das Kultusministerium in Bayern widerspricht: „Die Beschulung von Wiederholungsschülern gehört zu den allgemeinen schulischen Aufgaben. Personalkosten für Lehrkräfte sowie Raum- und Sachkosten fallen für den allgemeinen Schulbetrieb insgesamt an und können nicht einzelnen Schülern zugeordnet werden.“
Simone Fleischmann, Präsidentin des Lehrerverbandes BLLV, stimmt den Grünen zu. „Sitzenbleiben ist ein Armutszeugnis für die bayerische Schulpolitik. Offensichtlich ist das Schulsystem nicht so grandios, wie immer gesagt wird.“
Sie fordert ebenfalls mehr Förderung. „Ein Sitzenbleiber hat vielleicht in der aktuellen Jahrgangsstufe Erfolg. In höheren Stufen kommen die Probleme aber zurück.“
Stefan Düll (60), Präsident des Deutschen Lehrerverbands (DL), hält die Wiederholung einer Klassenstufe dagegen für sinnvoll: „Der DL steht zum Leistungsprinzip. Dazu gehört, dass bei einem nicht mehr ausreichenden Notenbild das Jahrgangsstufenziel nicht erreicht ist“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“.
Das bayerische Kultusministerium sieht keinen Bedarf für Änderungen. Es argumentiert: „In begründeten Fällen jedoch ist aus Sicht des Kultusministeriums das Wiederholen einer Jahrgangsstufe eine sinnvolle Maßnahme, die an den Schulen ergriffen wird, um Schülerinnen und Schülern eine erfolgreiche Fortsetzung ihrer Schullaufbahn zu ermöglichen.“
[ad_2]
Apsny News


Ilse Aigner: Merz kommt an dieser Frau für Bellevue nicht vorbei | Politik
SV Elversberg: Auch dieser Klub an SVE-Star Mokwa interessiert | Sport
Klartext bei Illner! US-General: „Putin hat Trump gekauft“ | Politik
Jesús de Miguel: Fußball nimmt Abschied vom verstorbenen Profi | Sport
Hubert Aiwanger: Söder und Politik trauern um den streitbaren FW-Chef | Politik
NFL: Arizona Cardinals befördern Quarterback Gordon Minshew | Sport
Metaller-Boss schlägt Alarm: Weitere 300.000 Metaller-Jobs vor dem Aus! | Politik