*** BILDplus Inhalt *** Wieder Wirbel um Köln-Star - Haut Ljubicic doch noch ab?
Handball-Held Uscins: „Mats Hummels hinterließ ein Like bei Instagram“ | Sport
21.08.2024 - Çarşamba 05:20
[ad_1]
Beim olympischen Handballturnier wurde er zum deutschen Helden, Renars Uscins (22) von der TSV Hannover-Burgdorf aus der Daikin Handball-Bundesliga warf Frankreich im vielleicht irrsten Viertelfinale aller Zeiten fast im Alleingang aus dem Turnier. Jetzt spricht der Rückraum-Linkshänder im großen Interview.
Herr Uscins, der Sieg der deutschen Handballer im Viertelfinale gegen Frankreich war einer der dramatischsten Olympia-Momente. 13 Sekunden vor Schluss lagen Sie mit zwei Toren zurück, gewannen am Ende mit 35:34 nach Verlängerung. Sie wurden in dem Spiel zum Helden. Wie oft haben Sie sich Ihre entscheidenden Tore im Nachhinein noch mal angesehen?
Renars Uscins: „Ich selbst tatsächlich nur ein Mal, als ich mir das Spiel in der Nachbereitung noch mal komplett angesehen habe. Ich habe es aber bestimmt noch zehn bis 15-Mal gesehen, ohne dass ich danach hätte suchen müssen. Es war überall im Internet zu sehen. Ich musste lächeln, wenn ich es sah, das war schon besonders.“
Wie viele Nachrichten hatten Sie nach dem Spiel auf dem Handy – und wer hat geschrieben, von dem Sie es nicht erwartet hätten?
Uscins: „Ich hatte sehr viele Nachrichten, eine genaue Zahl kann ich gar nicht mehr sagen. Natürlich haben viele Freunde geschrieben, auch ein paar Handball-Legenden wie Stefan Kretzschmar zum Beispiel. Und Mats Hummels hinterließ ein Like bei Instagram, davon erzähle ich auch allen ganz stolz.“
Frankreich-Superstar Dika Mem hatte Sie im Spiel ziemlich unfair nach einem Zweikampf auf den Boden gedrückt. Wie sehr hat Sie die Szene noch mal extra angezündet?
Uscins: „Wir alle, ich inklusive, waren schon längst angezündet.“
Hatten Sie jemals so einen Adrenalin-Schub wie beim Tor zum Sieg?
Uscins: „Nicht in dieser Art und Weise. Gerade bei dieser Atmosphäre, die im Stadion in Lille geherrscht hat. Das war für mich bisher mit überhaupt nichts zu vergleichen.“
Bei Handball-WunderDeutsche Athleten rasten komplett aus!
Nikola Karabatic haben Sie damit in Rente geschickt. Wer war als Kind für Sie die größte Legende?
Uscins: „Als ich noch in der Jugend spielte, war er mit die größte Legende für mich, den Dänen Mikkel Hansen zähle ich auch dazu. Aber sicherlich vor allem Karabatic.“
Was hat er nach dem Spiel zu Ihnen gesagt?
Uscins: „Ich bin zu ihm gegangen, habe es noch geschafft, ihn in der Media Zone abzufangen. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn über die Jahre immer verfolgt habe und darauf stolz bin, nochmal gegen ihn gespielt zu haben. Ich glaube schon, dass er sich darüber gefreut hat. Obwohl er mit trockenem Humor und einem Lächeln sagte: Du hast gerade meine Karriere beendet!“
Wenn Sie sich eine Legende aussuchen könnten – mit wem würden Sie gern mal eine Saison zusammenspielen?
Uscins: „Ich nehme Ivano Balic (u.a. Weltmeister mit Kroatien 2003/d.Red.). Weil ich als Rückraumrechter ja einen guten Mittelmann brauche, der mich gut in Szene setzt.“
Sie haben Ihren Vertrag in Hannover vor dem Turnier bis 2026 verlängert. Schon mal darüber nachgedacht, dass Sie jetzt mehr Geld hätten aushandeln können?
Uscins: „Nein, überhaupt nicht. Natürlich haben Kollegen lustige und nicht ernst gemeinte Sprüche gemacht. Das bei Olympia war ein Flow, den man nicht einfach so in den Alltag übernehmen kann. Ich habe Verantwortung bei Hannover-Burgdorf und muss zeigen, dass ich dem über ein, zwei Jahre gerecht werden kann und erfolgreich sein will. Wir werden sehen, was wir mit unserer Mannschaft alles holen können.“
Wie viele Vereine haben nach Olympia schon gefragt, ob Sie sich einen Wechsel vorstellen können?
Uscins: „Das weiß ich gar nicht, mein Berater wollte mich anrufen. Aber wir haben noch nicht gesprochen, er wollte mich erstmal in Ruhe lassen.“
Und wie viele Nationalmannschafts-Kollegen haben schon um Sie geworben?
Uscins: „Abwerben wollte mich keiner. Aber sie haben gesagt, ich soll mal es locker angehen lassen, wenn wir gegeneinander spielen (lacht).“
Bennet Wiegert hat Sie damals in Magdeburg ziemlich links liegen lassen im Gegensatz zu Christian Prokop jetzt. Ist der Trainer manchmal wichtiger für einen Spieler als der Verein?
Uscins: „Auf jeden Fall, das bestätige ich zu hundert Prozent. In Magdeburg wäre der Raum für mich nicht da gewesen. Omar Ingi Magnusson hat dort in den letzten Jahren gefühlt rund 50 Minuten Spielzeit pro Partie. Ich bin extrem dankbar, dass mich Christian Prokop so genommen hat. Er hatte von mir nur drei Videos aus der dritten Liga gesehen und war direkt überzeugt, dass ich zu ihm kommen soll. Er hat gesagt, er sieht etwas in mir. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich hatte ja immer wieder auch mal beschissene Spiele, so ehrlich muss man sein. Aber er hat trotzdem auf mich gesetzt.“
Bob Hanning sagt: Den nächsten Vertrag schließen Sie bei einem absoluten Spitzenklub ab! Hat er recht?
Uscins: „Dazu kann ich nichts sagen. Ich bin sehr gespannt, was wir in Hannover in den nächsten zwei Jahren auf die Beine stellen, und ob wir uns oben festsetzen können. Dann werde ich auch sehen, was ich selbst mache. Ob das jetzt nur ein Hoch war oder ob ich es konstant auf die Platte bekomme. Wenn das alles so zusammenpasst, wie es jetzt passt, werde ich auch in Hannover bleiben können. Ich bin erst 22 und habe noch genügend Zeit, vielleicht irgendwann was anderes zu machen.“
Gibt es einen Verein, dem Sie niemals absagen würden?
Uscins: „Als Handball-Fan vor zehn Jahren hätte ich Flensburg nie abgesagt. Auch, weil Steffen Weinhold dort gespielt hat, ich war ein großer Fan von ihm. Inzwischen betrachte ich das ganz nüchtern. Ich würde niemandem zusagen, ohne zu überlegen, ob es auch Sinn macht.“
Im Handball werden Verträge sehr früh klargemacht. Würden Sie sich jetzt schon Angebote für 2026 anhören?
Uscins: „Anhören bestimmt, aber nie etwas entscheiden. Mit erst 22 Jahren können noch so viel Aufs und Abs passieren. Es ist auch nicht so, dass ich einen Vertrag brauche, um für die nächsten fünf Jahre Sicherheit zu haben.“
Zum Abschluss: Was war das schönste Erlebnis im Olympischen Dorf?
Uscins: „Es gab einen peinlich-lustigen Moment. Wir wollten mit der amerikanischen Turnerin Simone Biles ein Foto machen. Wir haben sie leider in der Mensa getroffen und waren so dreist nach einem Foto zu fragen, während sie noch aß. Da haben wir einen Korb bekommen. Juri Knorr war am Ende derjenige, der sie gefragt hat. Die anderen haben gesagt, das können wir doch jetzt nicht machen. Wir sind einfach vorbeigegangen, Juri hat sich getraut.“
[ad_2]
Apsny News
Krise vorbei? Plötzlich fließt das Öl aus Nahost wie geschmiert | Politik
Décoré du collier d’Isabelle la Catholique, échange avec la jeunesse… Emmanuel Macron à Madrid pour « rehausser » la relation franco-espagnole