The Witcher'ın yaratıcısından 4. sezona gelen tepkilere cevap
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05.11.2025 - Çarşamba 12:28
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In der Daikin Handball Bundesliga läuft es für Marko Grgic (22) und die SG Flensburg-Handewitt.
Mit 18:2 Punkten führt der Klub die Tabelle an. Die beiden Testspiele mit der Nationalmannschaft gegen Island machen Hoffnung auf die EM im nächsten Januar. Grgic warf in beiden Spielen zusammen zehn Tore.
Vor dem kleinen Nord-Derby gegen den HSV Hamburg am Sonntag (15 Uhr, live bei Dyn/Anzeige und WELT TV) spricht Grgic über seinen Blitz-Wechsel, seine ersten Monate in Flensburg, den Titelkampf und die Nationalmannschaft.
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SPORT BILD: Herr Grgic, vor gut einem Jahr waren Sie neu im deutschen Olympia-Kader. Jetzt gehören Sie fest dazu, machten vergangene Woche zwei Testspiele gegen Island. Was hat sich verändert?
Marko Grgic (22): Nicht viel. Im Kern sind wir gleichgeblieben, auch im letzten Jahr. Es gab nur kleine Änderungen oder ein, zwei neue Gesichter. Ich würde mich nicht als gesetzt oder als „altes Eisen“ sehen – niemand ist sicher. Man kann auch schnell wieder raus sein. Deshalb muss man in jedem Training und Spiel das Beste zeigen, um weiter dabei zu sein. Wir verstehen uns immer noch super, lachen viel, wenn wir uns nach Monaten wiedertreffen. Es macht riesig Spaß.
Haben Sie das Gefühl, sich ständig beweisen zu müssen – oder reicht Ihre Qualität, und das, was Sie mitbringen, um gesetzt zu sein?
Ich bin von meiner Qualität überzeugt.
Blick auf die EM im Januar: Andi Wolff sieht Potenzial für eine Medaille. Stimmen Sie zu?
Ja, da gebe ich ihm vollkommen recht. Wir haben das Potenzial. Es braucht auch ein Quäntchen Glück – wie bei Olympia, das wir bei der WM nicht hatten. Wichtig ist, dass alle gesund bleiben, dass der Kern zusammenbleibt. Je eingespielter man ist, desto besser – ob mit Renars oder Franz. Wenn man bei jedem Lehrgang zehn neue Leute hat, wird es schwer. Aber die Gruppe ist brutal stark – vielleicht eine der schwersten, die Deutschland je hatte. Da müssen wir 100 Prozent geben, um weiterzukommen. Dann steht uns alles offen.
Macht so eine Herausforderung vielleicht sogar mehr Spaß?
Ja, da sieht man direkt, wo man steht. Bei der EM geht’s von Anfang an um alles oder nichts – anders als bei einer WM. Du verdienst dir jedes Spiel. Wenn du siehst, was dir noch fehlt, oder wenn du diese Top-Mannschaften schlagen kannst – das ist besonders. Es wird schwer, aber es wird auch sehr cool.
Wie geht es Ihnen körperlich nach dem Start in die neue Saison?
Es macht Spaß, aber die Belastung ist anders – auch durch das internationale Programm. Der Körper muss sich daran gewöhnen, egal wie alt man ist. Das habe ich auch zu Beginn des Lehrgangs gemerkt. Wir haben Sonntag noch gespielt, danach kam die Reise – das war schon hart. Aber ich bin gesund, fühle mich gut. In der Bundesliga läuft es, in der European League auch. Vielleicht nicht immer mit Glanz, aber die Punkte holen wir.
Was ist am neuen Rhythmus besonders belastend?
Die Reisen. Man ist doppelt so viel unterwegs. In der European League sind wir drei Tage weg. Als Beispiel: Dienstag Reise nach Irun (Spanien, d.Red.), Mittwoch gespielt, Donnerstag zurück. Das Fliegen, Busfahren, lange Sitzen – das schlaucht. Trotzdem musst du Dienstagabend um 20:45 Uhr fit sein.
Hat seinen Platz in der Nationalmannschaft: Marko Grgic (22)
Muss man sich Sorgen um Ihren Arm machen? Letzte Saison warfen Sie 8,8 Tore pro Spiel, jetzt nur noch 5,6…
Ja (lacht). Die drei Siebenmeter pro Spiel fehlen. Ich hatte gehofft, zeigen zu können, dass ich auch ohne spezielles System Tore machen kann. Und das schaffe ich. Ich habe jetzt eine zehn Prozent bessere Wurfquote als letztes Jahr, Siebenmeter treffe ich zu 100 Prozent. Ich habe zwar weniger Aktionen, bin aber effektiver. Dafür mache ich mehr technische Fehler, weil das System ein anderes ist. In Eisenach hatten wir im Viererkorps einfache Passwege. Jetzt sind manche Anspiele schwieriger. Da kann ich mich noch verbessern – aber insgesamt ist es ganz gut.
Wie war die Umstellung nach dem Wechsel von Eisenach?
Es ging alles sehr schnell. In den ersten Wochen musste ich viel regeln – Umzug, Wohnung, Möbel. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Klar, man kann überall besser werden. Sportlich läuft es gut, ich bekomme Vertrauen vom Trainer und der Mannschaft. Auch in den Wochen, in denen alle fit waren, hatte ich meine Spielanteile. Es läuft sogar besser, als ich es mir vorgestellt hatte.
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Und wie schwer fiel die Umstellung vom Eisenacher System?
Es war kein Neuland, aber schon eine große Umstellung. Zwei Jahre lang habe ich das Viererkorps-System trainiert, das war tief verankert. Das Training ist jetzt komplett anders, das Spielsystem ohnehin. Aber es war besser als gedacht. Es hat ein bisschen gebraucht, aber inzwischen bin ich drin. Ganz neu ist es ja auch nicht gewesen.
Vor ein paar Wochen ging es mit Flensburg zurück nach Eisenach. Wie war das?
Komisch. Mit dem Bus in die Stadt zu fahren – das war früher mein Zuhause. Ich bin in die Halle gekommen und dachte, ich hätte dort gestern noch trainiert. Es war ein besonderes Gefühl. Ich habe mich sehr auf das Spiel gefreut. Ich wusste, was mich erwartet. Ich glaube, ich bin einer der wenigen, die wirklich wissen, wie es dort ist. Es war hart, aber cool. Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben.
Können Sie damit das Kapitel Eisenach abschließen?
Ich musste damit abschließen, als der Wechsel offiziell wurde. Ich hatte so viel zu tun mit dem Umzug, da blieb keine Zeit, zurückzublicken. Ich habe mich direkt auf Flensburg konzentriert. Ich hänge nicht an der Vergangenheit – das bringt nichts. Aber die Zeit in Eisenach hat mich geprägt, sie bleibt für immer. Diese Dankbarkeit wird immer da sein.
Viele Experten hatten bei Ihrem Wechsel prophezeit, dass Sie im Flensburger Rückraum mit Simon Pytlick und Lasse Möller auf Ihrer Position kaum Einsatzzeiten bekommen werden. Aber Sie haben sich durchgesetzt. Was bedeutet Ihnen das?
Ich war überzeugt davon, mich durchsetzen zu können – sonst hätte ich die Herausforderung nicht angenommen. Klar, etwas Glück war dabei: In der Vorbereitung war Pytlick noch nicht dabei, ich konnte mich zeigen. Jetzt sind auch Luca (Witze, d.Red.) und Lasse verletzt. Das ist einerseits bitter, weil es hart wird – gerade im November. Andererseits ist es die Chance, mich voll zu zeigen.
Marko Grgic (22) wechselte im Sommer 2025 aus Eisenach in den hohen Norden zur SG Flensburg-Handewitt
Luca Witzke fällt wohl länger aus, Möller auch. Wie gehen Sie damit um?
Wenn Luca wirklich operiert wird, wird das dauern. Und bei Lasse rechnet man auch erst im Dezember mit einem Comeback. Das ist hart. Aber genau das will man als Spieler: 60 Minuten spielen, sich aufopfern – auch wenn es kräftezehrend ist.
Nach einem Ruckelstart mit zwei Unentschieden zu Saisonbeginn: Wo steht die SG Flensburg jetzt, wie weit ist das Team in der Entwicklung?
Wir sind noch nicht am Ziel. Es war ein Stolperstart, aber kein Weltuntergang. Wären die Spiele mit minus eins verloren worden, wäre die Stimmung vielleicht anders. Aber es waren nur Unentschieden. Wir sind nach zehn Spieltagen ungeschlagen. Trotzdem haben wir noch Phasen in unserem Spiel, in denen wir die Gegner rankommen lassen. Diese 1:4- oder 1:5-Läufe müssen wir abstellen – besonders vor den Topspielen.
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Wie gelingt es, solche Phasen zu vermeiden?
Du musst in solchen Momenten cleverer spielen. Zum Beispiel gegen Erlangen: Wir führen mit zehn Toren, dann kommt ein 0:2-Lauf – das ist noch normal. Aber dann kommen zu schnelle Schlagwürfe, Fehlpässe, Gegenstöße. In diesen Phasen müssen wir Tempo rausnehmen, notfalls ins Zeitspiel gehen, damit wir wieder gut in den Rückzug kommen und verteidigen können.
Wer übernimmt in solchen Momenten das Kommando?
Das muss jeder für sich spüren. Wir haben viele erfahrene Spieler – auch im Rückraum. Und ich bin ja auch nicht ganz doof. Natürlich darf unser Tempospiel nicht verloren gehen – das gehört zur SG-DNA. Aber man kann die zweite oder dritte Welle auch mal regulieren, wenn der erste Angriff nicht durchkommt.
Was können Sie vom dänischen Olympiasieger und Weltmeister Simon Pytlick auf Ihrer Position lernen?
Wir sind keine ähnlichen Spielertypen. Er ist ein Komplettpaket: kann werfen, Zweikämpfe führen, hat ein gutes Auge, spielt starke Assists. Ich kann viel von ihm lernen. Aber das kommt mit der Zeit. Ich stehe aber nicht mit Block und Stift daneben. Das läuft nebenbei, unbewusst.
Wie sehen Sie das Titelrennen: Wer kämpft in dieser Saison um die Meisterschaft?
Nicht nur wir und Magdeburg. Auch die Füchse sind dabei – trotz sechs Minuspunkten. Die können jeden schlagen. Kiel darf man ebenfalls nicht abschreiben, vor allem wenn Emil Madsen zurückkommt. Diese vier Teams gehören dazu. Melsungen hatte einen schwierigen Start, für sie wird’s eng. Aber wir schauen auf uns. Wenn wir alles gewinnen, haben wir auch Chancen.
Wie viele Minuspunkte darf man sich erlauben?
Stand jetzt: nur einen …
Ihr Vater war sehr nah dran an Ihrer Karriere. Jetzt ist er mit Ihrem Ex-Trainer bei einem anderen Verein. Fehlt er Ihnen im Alltag?
Ich vermisse nicht nur ihn, ich vermisse meine Eltern. Privat fehlt mir das sehr – sonntags bei Mama essen, quatschen, Kaffee trinken. Das war etwas Besonderes. Sportlich war mein Vater wie ein inoffizieller Co-Trainer in Eisenach. Er hat mir viel geholfen, war immer beim Training. Aber schon als Kind habe ich seine Tipps oft eher als Kritik empfunden. Heute bekomme ich nach schlechten Spielen immer noch Nachrichten mit langen Erklärungen, was gepasst hat – und was nicht.
Weiß er, dass Sie das nicht mögen?
Ja, zu 100 Prozent. Aber er ist so einer, der muss das einfach loswerden. Dann schreibt er es – und ich bekomme es ab. Ist aber nicht schlimm.
Nach dem Pokal am Mittwoch in Stuttgart wartet am Sonntag das Bundesliga-Duell gegen den HSV. Was erwarten Sie vom Favoritenschreck aus Hamburg?
Der HSV ist eine unangenehme, eingespielte Mannschaft. Ich habe bei Kretzsche auf Instagram gehört, dass man in Hamburg ohne Druck spielt – da laufen richtig gute Spieler rum. Die haben Spaß, das merkt man. In Berlin gewinnst du nicht einfach so. Deswegen wird das schwerer als gegen Erlangen. Wir müssen unser Ding durchziehen, die Abwehr kompakt halten. Die haben einen guten Mittelmann, einen guten Halbrechten, einen guten Halblinken – da müssen wir uns was einfallen lassen. Aber zuerst kommt Stuttgart. Das Programm ist knusprig.
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