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Frankfurt a. M. – Nach der Krawallnacht in Frankfurt mit geplünderten Geschäften und verletzten Polizisten spricht Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) Klartext. Nach seinen Angaben haben mindestens 80 Prozent der Festgenommenen einen Migrationshintergrund.
Poseck sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ): „Ich habe in die Gesichter von Menschen mit Molotowcocktails geschaut, die hatten aus meiner Sicht sehr klar einen Migrationshintergrund.“ Nur ein kleiner Teil der Festgenommenen habe ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit. Bei 80 bis 90 Prozent sei von einem Migrationshintergrund auszugehen, so Poseck laut FAZ.
Hessen-Innenminister nach Krawallen: „Wir sollten Mordversuch-Anklage prüfen“
Der Minister betont zugleich, daraus keinen Generalverdacht ableiten zu wollen. „Das ist kein allgemeiner Angriff auf Menschen mit Migrationshintergrund, im Gegenteil“, sagte Poseck der Zeitung. „Wir müssen Probleme deutlich ansprechen, um sie zu lösen.“
Mit mehreren Sneakern flüchten einige Chaoten aus einem Shop der Kette „Snipes“ in Frankfurt
Damit kritisiert er auch die Äußerungen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD). Dieser hatte am Tag nach den Krawallen gesagt: „Was sind denn migrantische Gruppen? Sind das Menschen, die in dritter Generation in Deutschland leben und deutsche Staatsangehörige sind? Wo hören wir auf, das zu differenzieren? Ich glaube, das führt in die falsche Richtung.“ Zuvor hatte Innenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) gegenüber BILD klargemacht: „Gewaltbereite linke Gruppen und Chaoten aus dem migrantischen Milieu“ hätten die friedlichen Gen-Z-Demonstrationen gekapert.
Bei Protesten wurden 100 Polizisten verletzt
Besonders erschütternd für Poseck: Im Zuge der Proteste wurden nach seinen Angaben 100 Polizisten verletzt. Ein Beamter habe durch einen Steinwurf mehrere Zähne verloren und zunächst nicht behandelt werden können, weil Demonstranten dies verhindert hätten.
Poseck erhebt einen schweren Vorwurf: „Die Polizei ist Opfer einer in Teilen gescheiterten Integrationspolitik geworden.“ Die Gewalt habe bereits während der Demonstration begonnen. „Es gab währenddessen Pyro-Beschuss, Stein- und Flaschenwürfe“, sagte Poseck der FAZ. Laut dem Innenminister waren daran auch Linksextreme beteiligt.
Warum griff die Polizei nicht früher durch?
Nach den Ausschreitungen steht auch der Polizeieinsatz in der Kritik. Poseck räumt ein: „Wir hätten früher härter durchgreifen können.“ Ein Wasserwerfer hätte an der Konstablerwache allerdings auch zahlreiche Unbeteiligte treffen können. Frankfurts Polizeipräsident Stefan Müller hatte erklärt, die Beamten hätten zeitweise 30 Einsätze gleichzeitig bewältigen müssen. Passanten, darunter Menschen mit Kinderwagen, hätten das Eingreifen zusätzlich erschwert.
Poseck sieht bei Teilen der Randalierer ein grundsätzliches Integrationsproblem. „Bei den Randalierern selbst, gegen die nun ermittelt wird, scheint die Integration erst mal gescheitert zu sein.“ Seine Forderung: „Hier brauchen wir Härte und Konsequenz.“
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Apsny News


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