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Hildmann beklagt Elfer-Armut: Schiris pfeifen auf Preußen! | Sport
12.02.2025 - Çarşamba 18:33
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Vor der schweren Auswärtspartie beim SC Paderborn (Fr./18:30 Uhr/live bei Sky) hat Zweitliga-Neuling Münster unter der Woche die bittere Last-Minute-Pleite vom Vor-Freitag gegen den großen Hamburger SV (1:2) gründlich analysiert und – fast – abgehakt. Denn ein Verdacht ist hängengeblieben...
Hildmann beklagt Elfer-Armut. Schiris pfeifen auf Preußen!
Der HSV gewann nur, weil Schiedsrichter Wolfgang Haslberger (32/Freising) in letzter Minute der Nachspielzeit einen strittigen Strafstoß gegen die „Adlerträger“ verhängte (90.+4). Nach heftigem Gerangel zwischen Gäste-Knipser Davie Selke (30) und Innenverteidiger Lukas Frenkert (24) zeigte er gnadenlos auf den Punkt. Ohne Gegencheck durch den VAR. Dabei belegten die TV-Bilder später, dass diese Aktion eindeutig von Hamburgs Stoß-Stürmer ausging.
Hildmann auch fünf Tage danach noch kopfschüttelnd: „Mir ist es ein Rätsel, wie man in dieser Situation einen Elfmeter geben kann.“ Und weiter: „Andersrum hätten wir ihn definitiv nicht zugesprochen bekommen. Davon bin ich überzeugt!“
Preußens Sport-Geschäftsführer Ole Kittner (3.v.l.) nach Spielschluss im Gespräch mit Schiedsrichter Wolfgang Haslberger (M.), der gegen den HSV nicht seinen besten Tag hatte. In der 58. Minute entschied er schon einmal auf Elfer für Hamburg, musste den aber wieder zurücknehmen
Eine Vermutung, die nicht von der Hand zu weisen ist. Schaut man auf die aktuelle Elfer-Statistik der 2. Liga, liegen die „Schwarz-Weiß-Grünen“ nahezu einsam und allein auf dem letzten Rang. Noch kein einziges Mal pfiffen die Schiris für Preußen.
Zum Vergleich: Fortuna Düsseldorf durfte schon sieben Mal von elf Metern ran, verwandelte alle. Hertha, Braunschweig und Ulm folgen (je 5 Mal). Und auch der nächste Gegner Paderborn erzielte bereits vier Elfer-Tore.
Liegt's etwa an einer fehlenden Lobby von Aufsteiger Preußen bei den Unparteiischen?! Der Chefcoach achselzuckend: „Keine Ahnung. Fakt ist jedoch, dass auch wir in dieser Saison schon mehrfach im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht worden sind und ich stets überzeugt war, dass ein Pfiff hätte erfolgen müssen. Doch der kam nie...“
Preußen-Trainer Sascha Hildmann wütend über den späten Elfer für Hamburg, der Münster zumindest einen wertvollen Punkt kostete
Interessant: Saison-übergreifend sind die Münsteraner mittlerweile schon seit 40 (!) Pflichtspielen in der 3. und 2. Liga ohne eigenen Elfer. Den bislang letzten versenkte Joel „Johnny“ Grodowski (26/inzwischen Arminia Bielefeld) am 16. Dezember 2013 bei der 2:3-Niederlage in Unterhaching nach einem unübersehbaren Handspiel von SpVgg-Verteidiger Raphael Schifferl (25).
Neues Spiel, neues Glück nun am Freitag unter Flutlicht in Paderborn. Vor 2220 Preußen-Fans, die das gesamte Kontingent an Gäste-Karten restlos ausgeschöpft haben. Trotz der beiden Rückschläge gegen den HSV und zuvor in Lautern (1:2) will Hildmann auch bei den Ostwestfalen konsequent auf einen „Dreier“ spielen. Der verdammt wichtig wäre. Immerhin droht bei einem Pleiten-Hattrick der Absturz in die Abstiegszone.
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Mut-Macher: Joshua Mees (28) ist wieder eine echte Startelf-Option. Der bislang beste Torschütze (7 Saison-Buden) hat seine Influenza auskuriert und ist bereits seit Tagen zurück im Mannschaftstraining. Er wird wahrscheinlich gemeinsam mit Winter-Neuzugang Florian Pick (29/kam aus Nürnberg) und Etienne Amenyido (26) die Offensive bilden.
„Pechvogel“ Andras Nemeth (22) dagegen haben die Preußen erst einmal in den Heimaturlaub nach Belgien (dort lebt seine Familie) geschickt. Ungarns Nationalspieler hatte sich gegen Hamburg die linke Mittelhand gebrochen und war zu Wochenbeginn im Clemenshospital erfolgreich operiert worden (BILD berichtete). Hildmann: „Andras soll zu Hause ein wenig abschalten. Wann er wieder mit uns auf den Platz darf, steht noch nicht genau fest. Und hängt natürlich maßgeblich vom Heilungsverlauf ab.“
Hat sich nach Riss der Achillessehne inzwischen wieder bis ins Mannschaftstraining vorgekämpft: Preußens Mittelfeld-Routinier Sebastian „Beppo“ Mrowca
Dafür rücken die Dauer-Verletzten Sebastian „Beppo“ Mrowca (31/nach Riss der Achillessehne) und Malik „Batman“ Batmaz (24/nach Kreuzbandriss) immer näher ans Team ran. Während Mrowca bereits mit der Kollegen trainiert und sogar schon erste Spielformen mitmachen kann, ist Batmaz kurz davor. „Auch Malik hat alle Tests bestanden und befindet sich ebenfalls auf einem richtig guten Weg“, plant Hildmann fest damit, den Torjäger der Aufstiegs-Saison (17 Treffer) in der laufenden Rückserie noch einsetzen zu können.
Diese Chance erscheint momentan jedenfalls realistischer, als irgendwie auf einen Elfmeter-Pfiff hoffen zu dürfen...
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