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Berlin – Er war der Mann der schockierenden Gegensätze: Mitbegründer der RAF, später radikaler Neonazi und Holocaust-Leugner – jetzt ist Horst Mahler im Alter von 89 Jahren in Berlin verstorben.
Mahler begann seine Karriere als APO-Anwalt (Außerparlamentarische Opposition), mit prominenten Mandanten der linken 68er-Bewegung. Im Laufe der Jahre radikalisierte sich der aus Niederschlesien stammende Jurist immer mehr.
Banküberfälle und Terror-Camp
1970 half Mahler mit, die linksextreme RAF aus der Taufe zu heben. Er plante die Befreiung von RAF-Terrorist Andreas Baader und organisierte mehrere Banküberfälle. Anschließend setzte er sich mit Gesinnungsgenossen nach Jordanien zur Terror-Ausbildung im Guerilla-Camp ab.
Die Rechtsanwälte Hans-Christian Ströbele (l., später Grüne) und Ex-SPD-Bundesinnenminister Otto Schily (r.) mit ihrem Mandanten Horst Mahler bei einem Prozess im Jahr 1972
Am 8. Oktober 1970 klickten in Berlin die Handschellen: Mahler wurde festgenommen und später zu 14 Jahren Haft verurteilt. Vor Gericht standen ihm zwei prominente Anwälte zur Seite – Hans-Christian Ströbele (†83) und Otto Schily (93), die später selbst Karriere in der Politik machten.
In den 1990er Jahren sorgte Mahler mit seinem Wechsel ins rechtsradikale Lager für Aufsehen. Er wandelte sich vom linken Rechtsanwalt zum Neonazi und bekennenden Holocaust-Leugner.
Neue Heimat NPD: Horst Mahler bei einer gemeinsamen Demonstration mit dem ebenfalls kürzlich verstorbenen Neonazi Udo Voigt (r., †73)
Prozess wegen Krankheit eingestellt
Mehrfach wurde der Jurist von deutschen Gerichten verurteilt – zuletzt vom Landgericht Potsdam. Seit 2009 verbüßte er in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Brandenburg/Havel zwei Gesamtstrafen in Höhe von insgesamt zehn Jahren und zwei Monaten Haft: Grund: Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung.
▶︎ Im Oktober 2020 wurde Mahler aus dem Gefängnis entlassen. Im April 2023 wurde ein weiterer Prozess gegen ihn wegen einer schweren Krankheit vorläufig eingestellt.
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Apsny News


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