HSV Hamburg: Erfolg vor Lizenz-Prozess! Letzter HSV-Heimsieg für alle Zeiten? | Sport

29.05.2024 - Çarşamba 21:20

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Erst von den eigenen Fans gefeiert – und dann von der Handball-Bundesliga gefeuert?

Der HSV Hamburg gewann sein letztes Saison-Heimspiel gegen Aufsteiger ThSV Eisenach: 33:29 (19:13). Mit 3669 Zuschauern war die Sporthalle Hamburg fast ausverkauft. Ein aufmunterndes Plakat gab es auch: „Jungs, wir sind immer bei EUCH.“

War es für alle das letzte Heimspiel in der Geschichte des Klubs? Am Donnerstag entscheidet das Schiedsgericht in Hannover über die Zukunft der Hamburger – Lizenz ja oder nein. Am Sonntag geht es dann noch mal in Balingen auf die Platte.

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Foto: Ronny Hartmann, picture alliance / foto2press

„Wir bekommen alle viel mit, jeder liest die Artikel“, erklärt Kapitän Niklas Weller (31), der seit 2016 in der 4. Liga den Aufstieg des HSV maßgeblich begleitete. Und weiter: „Wenn das Schiedsgericht am Donnerstag nicht zugunsten des HSV entscheidet, dann wäre eine unfassbar schöne Zeit zu Ende. Das wäre sehr emotional und traurig.“

Jetzt müssen sie zittern, für Donnerstagnachmittag wird das Urteil erwartet.

Der HSV machte im 17. und letzten Heimspiel der Saison Werbung für den Standort Hamburg. Angetrieben von den eigenen Fans, die ihr Team extrem lautstark unterstützen, zeigte der HSV eine über weite Phasen konzentrierte Leistung. In der Abwehr kompakt – im Angriff fanden sie oft Lücken. Der HSV hatte und machte lange Spaß!

Anders die Gäste aus Eisenach. Der ThSV, der sich durch den überraschenden Heimerfolg gegen Flensburg (28:27) vorzeitig den Klassenerhalt sicherte, mit zu vielen Fehlern, Strafzeiten und fehlender Aggressivität in der Deckung. Trainer Misha Kaufmann tobte an der Außenlinie. Immerhin: Der ThSV gab sich nicht auf, kämpfte bis zum Schluss – und nach dem zwischenzeitlichen 9-Tore-Rückstand (18:27/43.) wieder ran.

Emotional und feucht wurde es nach der Partie. Der HSV verabschiedete Dani Baijens (Paris Saint-Germain), Jens Vortmann (hielt vor dem Karriereende noch zwei Siebenmeter), Alexander Pinski, Lennard Benkendorf, Max Niemann (alle TSV Ellerbek), Thies Bergemann (Zukunft unklar), Dino Corak (Karriereende möglich) und Martin Risom (Dänemark). Tränen flossen – auch bei den Fans, für die 200 Liter Freibier spendiert wurden.

Überraschend: Torwart-Jogi Bitter, Niklas Weller und Ex-Profi Lukas Ossenkopp (Jugend-Trainer) moderierten die Verabschiedung. Geschäftsführer Sebastian Frecke war dabei, reichte Bilder und Blumen. Präsident Marc Evermann verfolgte alles nur von der Tribüne. Lag’s daran, dass das Präsidium um Evermann nach zunehmender Kritik in den letzten Wochen keine weiteren Unmutsäußerungen riskieren wollte?

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Quelle: SG Flensburg-Handewitt

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