Hunderte Millionen für Hisbollah: Mullahs zündeln an neuem Krieg in Nahost | Politik « Apsny News

14 Ekim 2026 - 14:01

Hunderte Millionen für Hisbollah: Mullahs zündeln an neuem Krieg in Nahost | Politik

Hunderte Millionen für Hisbollah: Mullahs zündeln an neuem Krieg in Nahost | Politik
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27 Kasım 2025 - 13:05

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Tel Aviv – Brisante Entwicklung im Libanon: Laut dem israelischen Nachrichtensender N12 hat die US-Regierung damit begonnen, Druck auf die libanesische Regierung und Armee auszuüben: Nach Ansicht der Amerikaner wird nicht genug getan, um die vom Iran unterstützten Hisbollah-Terroristen zu entwaffnen.

Die libanesische Regierung hat sich zwar öffentlich für eine Entwaffnung der Hisbollah – Frist: Ende des Jahres – ausgesprochen. Faktisch sei dies aber kaum umzusetzen, erklärt Raz Zimmt, der Direktor des Iran-Programms beim größten israelischen Thinktank INSS.

Gegenüber BILD sagte der Experte: „Für die libanesische Regierung ist es fast unmöglich, eine Alternative zu bieten – eine wirtschaftliche, finanzielle und soziale Alternative zur Hisbollah.“

In Libanons Armee bekommen Soldaten ein paar Hundert Euro pro Monat, bei der Terrorgruppe können sie teilweise das Zehnfache verdienen.

Raz Zimmt ist Direktor des Forschungsprogramms „Iran und die schiitische Achse“ am Institute for Security Studies (INSS) in Tel Aviv

Raz Zimmt ist Direktor des Forschungsprogramms „Iran und die schiitische Achse“ am Institute for Security Studies (INSS) in Tel Aviv. Hier bei einem Gespräch mit deutschen Delegierten im November

Foto: Botschaft des Staates Israel in Berlin

Der israelische Außenminister Israel Katz bestätigte die Befürchtungen einer möglichen neuen Militär-Operation im Südlibanon: „Ich glaube nicht, dass sich die Hisbollah, wie von den USA gefordert, entwaffnen wird. Wir können ihren Führern nicht die Entscheidung überlassen, und wenn sie sich nicht entwaffnen, werden wir sie entwaffnen“, sagte er am Dienstag.

Iran finanziert weiterhin die Hisbollah

Hintergrund: Während und nach dem 12-Tage-Krieg im Juni zwischen Israel und dem Iran hatte Teheran seine Stellvertreter-Milizen in der Region größtenteils alleingelassen – bis auf die Hisbollah im Libanon.

Die seit Jahrzehnten im Land fest verankerte Terrororganisation hat laut einem Bericht des amerikanischen Finanzministeriums seit dem weitreichenden Waffenstillstand mit Israel vor 12 Monaten rund eine Milliarde US-Dollar (etwa 862 Millionen Euro) aus dem Iran bekommen.

Das Ziel: Wiederaufbau und Aufrüstung der Gruppe.

Am 23. November gelang der israelischen Armee (IDF) ein in dem Zusammenhang entscheidender Schlag gegen die Hisbollah. Die Nummer zwei der iranisch gestützten Miliz, Militärchef Haytham Ali Tabatabai (†57), wurde durch einen Luftschlag in Beirut getötet.

Hisbollah-MIlitärchef Haytham Ali Tabatabai (†57) wurde am Sonntag in Beirut durch einen gezielten Luftschlag getötet

Hisbollah-Militärchef Haytham Ali Tabatabai (†57) wurde am Sonntag in Beirut durch einen gezielten Luftschlag getötet

Foto: ANWAR AMRO/AFP, manniefabian/X

Die größte Gefahr geht noch immer vom Iran aus

Mit Blick auf die Gefahr aus dem Iran warnt Raz Zimmt zudem: Israel und die USA hätten durch die gezielten Luftschläge gegen Irans Atomanlagen im Juni „zwar sicherlich ihre Fähigkeiten verringert. Sie besitzen aber dennoch die Fähigkeit und die Kapazität, ihr Programm wiederherzustellen.“

Der Iran-Experte: „Der Status quo zwischen Israel und Iran ist sehr instabil: Irgendwann könnte der Iran sich entscheiden, diese riskante Entscheidung (Uran anzureichern) zu treffen.“

Aktuell wollen aber sowohl Israel als auch der Iran zunächst ihre militärischen Kapazitäten wieder aufbauen. „Weder in Jerusalem noch in Teheran spüre ich im Moment irgendein Verlangen, in eine weitere Kriegsrunde einzutreten“, so Zimmt. Aber dies könne sich schnell ändern.

Regimewechsel im Iran könnte Hisbollah „lahmlegen“

Klar ist laut Zimmt, dass die einzige Lösung für die iranische Bedrohung ein Regimewechsel in Teheran wäre.

„Das wären gute Nachrichten nicht nur für den Staat Israel und die Nachbarn des Iran, sondern vor allem gute Nachrichten für das iranische Volk.“

Ein Regimewechsel im Iran könnte dem Experten zufolge die Hisbollah im Libanon „wahrscheinlich lahmlegen, denn die Hisbollah ist viel stärker (als die Hamas, Anm. d. Red.) von der iranischen Unterstützung abhängig“.

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