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INSA-Umfrage: Jeder Dritte würde Deutschland im Ernstfall verteidigen | Politik
16.10.2025 - Perşembe 17:18
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Berlin – Kreml-Herrscher Wladimir Putin (72) provoziert den Westen. Was dabei lange fern war, scheint plötzlich nicht mehr ausgeschlossen: eine handfeste Eskalation, von der auch Deutschland betroffen wäre. Und während sich die Regierung um die Wehrpflicht zofft, stellen sich immer mehr Menschen im Land die Frage: Würde ich im Ernstfall kämpfen?
Tatsächlich sagt jeder Dritte: Bei einem Angriff auf Deutschland würde ich mich zur Verteidigung bei der Bundeswehr melden, so das Ergebnis einer neuen INSA-Umfrage für BILD. Vor allem die Jungen scheinen gewillt: 34 Prozent sind es bei den 18- bis 29-Jährigen, sogar 40 Prozent bei den 30- bis 39-Jährigen. Zwischen 50 und 59 Jahren sind es nur noch 26 Prozent.
[-->Auffällig auch: Während 40 Prozent der Männer dienen würden, sind es bei den Frauen 21 Prozent.
Große Unterschiede gibt es zudem bei den Wählergruppen. So hat die Union die meisten Unterstützer, die in Uniform schlüpfen würden (42 Prozent). Dahinter kommen die Grünen (39 Prozent), die SPD (35 Prozent), die AfD (29 Prozent), das BSW (23 Prozent) und die Linke (17 Prozent).
▶︎ Allerdings: Über die Hälfte (56 Prozent) aller Befragten würde im Ernstfall gar nicht zur Waffe greifen. 14 Prozent sind noch unentschlossen.
Noch höher ist die Ablehnung, sollte nicht Deutschland, sondern ein Nato-Staat angegriffen werden. 61 Prozent der Deutschen würden das Nato-Gebiet nicht selbst verteidigen wollen. Und auch die Zahl derer, die zur Truppe gehen würden, liegt bei nur 25 Prozent. 14 Prozent machen keine Angaben.
Wehrdienst per Los
Fest steht: Verteidigungsminister Boris Pistorius (65, SPD) muss weiter Überzeugungsarbeit leisten, will er Deutschland verteidigungsfähig machen. Immerhin hat er das Ziel ausgegeben, bis 2035 die Truppe auf 260.000 Soldaten aufzustocken (aktuell 183.000). Eigentlich hatte sich die Regierung darauf geeinigt, es zunächst ohne eine Wehrpflicht zu versuchen. Doch in der Union gibt es Widerstand.
Seit dieser Woche ist nun ein Losverfahren im Gespräch, das die Wehrdienstleistenden per Zufall auswählen soll.
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