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Genf/Washington – Solange Israel angreift, lehnt der Iran Verhandlungen ab – und zweifelt an Washingtons diplomatischen Bemühungen. US-Präsident Trump (79) will in zwei Wochen entscheiden, ob sich die USA an Israels Krieg beteiligen. Unterdessen setzten sich in der Nacht die gegenseitigen Angriffe zwischen Iran und Israel fort – wenn auch weniger intensiv als in den Nächten zuvor.
„Die USA müssen zeigen, dass sie wirklich an einer Verhandlungslösung interessiert sind – oder sie haben etwas anderes vor und wollen den Iran sowieso angreifen“, sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi (62) in einem Interview mit dem US-Sender NBC News am Freitag. „Vielleicht hatten sie diesen Plan und brauchten die Verhandlungen nur, um es zu vertuschen.“ Araghtschi äußerte sich direkt nach einem diplomatischen Spitzentreffen mit den Außenministern Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens am Freitag in Genf. Die Verhandlungen kamen zu keinem Ergebnis, dennoch setzen die Europäer weiterhin auf eine diplomatische Lösung im Atomkonflikt mit Teheran.
Trump: „Iran will nicht mit Europa sprechen“
US-Präsident Trump hatte zuvor betont, dass er binnen zwei Wochen über eine mögliche Beteiligung der USA am Krieg Israels gegen den Iran entscheiden wolle. „Zwei Wochen sind das Maximum“, sagte Trump am Freitagnachmittag (Ortszeit) vor Journalisten auf dem Flughafen in Morristown (US-Bundesstaat: New Jersey). Gleichzeitig stellte der Präsident klar: Für ihn sind die diplomatischen Bemühungen Europas zweitrangig. „Iran will nicht mit Europa sprechen. Sie wollen mit uns sprechen.“
Teheran hatte zuletzt gefordert, dass es vor weiteren Gesprächen zu einer Waffenruhe im aktuellen Konflikt mit Israel kommen müsse. Doch Trump wies das zurück – mit folgender Begründung: Israel sei aktuell militärisch im Vorteil. „Es ist schwer, das von Israel zu verlangen, weil sie gerade gewinnen“, so Trump. Eine Waffenruhe sei nur dann realistisch, wenn nicht eine Seite klar die Oberhand habe.
„… dann haben meine Geheimdienste unrecht“
Für weiteren Zündstoff sorgte Trumps Reaktion auf Einschätzungen seiner eigenen Geheimdienste. Diese hatten zuletzt erklärt, der Iran arbeite derzeit nicht an einer Atombombe. Trump wies das ab: „Na ja, dann haben meine Geheimdienste unrecht.“ Sollte etwa Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard diese Einschätzung geäußert haben, „dann liegt sie falsch“, so der Präsident.
Wieder Angriffe in der Nacht
Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben in der Nacht weitere Angriffe auf Ziele im Iran geflogen. Dabei seien im Zentrum des Landes „Lagerstätten und Abschusseinrichtungen für Raketen“ ins Visier genommen worden, erklärte die Armee im Onlinedienst X. Kurz zuvor hatte der Iran seinerseits Israel mit Raketen angegriffen, die jedoch weitgehend abgefangen werden konnten. Es gab zunächst keine Berichte über größere Einschläge in Israel. Vermutlich Raketensplitter, lösten in Zentralisrael einen Brand in einem Wohngebäude aus. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.
Am Vortag waren bei einem iranischen Raketenbeschuss in der israelischen Mittelmeerstadt Haifa laut dem Rettungsdienst mindestens 23 Menschen verletzt worden, drei davon schwer.
Auf dem Dach eines Wohngebäudes in Zentralisrael bricht nach einem iranischen Raketenangriff am frühen Samstagmorgen ein Feuer aus. Laut Einsatzkräften gab es keine Verletzten
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