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Joe Biden (82), der Kämpfer.
Vor zwei Wochen versetzte das Schicksal dem Ex-Präsidenten der USA einen neuen schweren Schlag. Seine Ärzte diagnostizieren einen aggressiven Prostata-Krebs.
Am Freitag trat der Polit-Dino bei einer Veranstaltung zum Gedenktag für Amerikas Veteranen in seinem Heimatstaat Delaware vor die Kameras. Obwohl er schwach und wackelig wirkte, zeigte er sich ungebrochen. Und er teilte sogar gegen seinen Nachfolger Donald Trump (78) aus.
▶︎ „Wir werden dies besiegen“, sagte er über seine Krankheit. „Die Prognose ist gut. Ich fühle mich gut.“
Über seine Behandlung meinte er: „Es geht nur darum, eine bestimmte Pille für die nächsten sechs Wochen zu nehmen. Es ist kein Organ betroffen, meine Knochen sind stark.“ Er arbeite mit einem Top-Chirurgen zusammen, der vor 32 Jahren dieselbe Diagnose hatte und noch immer lebe.
Seine Diagnose hatte derweil unter Republikanern eine Welle der Empörung ausgelöst. Sie warfen der demokratischen Partei und Bidens zweiter Frau Jill (73) erneut vor, seinen geistigen und körperlichen Zustand verheimlicht zu haben.
Biden bei der Gedenkveranstaltung
▶︎ Biden reagierte auf Fragen danach mit seiner typischen Art: „Sie sehen doch, dass ich geistig inkompetent bin und nicht laufen kann“, sagte er, während er in seinem blauen Anzug von US-Reportern umringt wurde. Dann meinte er über seine Kritiker: Er könne sie „verprügeln“.
Bereits bei seiner Rede hatte er gegen Trump ausgeteilt – ohne ihn namentlich zu erwähnen: „Unsere Politik ist so gespalten, so verbittert geworden. In all den Jahren, in denen ich das mache, hätte ich nie gedacht, dass wir so weit kommen würden.“
Biden weiter: „Wir befinden uns in einer wirklich schwierigen Zeit, nicht nur in der amerikanischen Geschichte, sondern auch in der Weltgeschichte.“ Die Welt stünde an einem Wendepunkt, der die nächsten 20 Jahre bestimmen wird.
Auch Trumps Sprecherin Karoline Leavitt, die Jill Biden „Vertuschung“ des Gesundheitszustands ihres Mannes vorgeworfen hatte, meinte er lapidar: „Ich weiß gar nicht, wer das ist.“
▶︎ So positiv Biden sich auch gab, es war nicht zu übersehen, wie schwach und wie leise seine Stimme ist.
Biden lächelte und versuchte, positiv auf seine Krankheit zu blicken
Der Amerikaner, der 1972 erstmals in den US-Senat gewählt wurde und seither einer der einflussreichsten Männer der USA war, ist in seinem Leben immer wieder von schweren Schlägen getroffen worden. Seine erste Frau Neilia und seine einjährige Tochter Naomi starben 1972 bei einem Autounfall. Sein ältester Sohn Beau erlag vor genau zehn Jahren einem Hirntumor. Sein letzter lebender Sohn Hunter (55) rutschte in die Drogenabhängigkeit ab und sorgte für Skandale am Fließband.
Ob er auch diesen Kampf übersteht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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