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Diese Merz-Absage verwundert.
Am Samstag reisen Regierungschefs aus der ganzen Welt nach Rom zur Trauerfeier für Papst Franziskus. US-Präsident Donald Trump (78) kommt, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (47) verkürzt extra seine Asien-Reise, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) reist an.
Nur Friedrich Merz fehlt. Ausgerechnet der deutsche Fast-Kanzler, selbst gläubiger Katholik und Chef der Christlichen Demokratischen Union, verzichtet auf seinen Platz in der deutschen Delegation.
Die Begründungen, die sein Team andeutet, überzeugen nicht:
► Merz lässt seine Leute darauf hinweisen, dass seine Mitreise protokollarische Probleme nach sich gezogen hätte. Offenbar ging es um die Frage, ob er bei der offiziellen Zeremonie neben oder hinter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (66) und Noch-Kanzler Olaf Scholz (66) platziert worden wäre. Aber: Angesichts der aktuellen Weltlage (Ukraine-Krieg, Trumps Zoll-Hammer) sollte ein künftiger Kanzler solche Eitelkeitsfragen beiseite wischen. Und die Chance ergreifen, in Rom vielleicht schon mal die ersten persönlichen Sätze mit Trump austauschen zu können.
► Das Merz-Team verweist außerdem auf den aktuellen Stress. Merz müsse den kleinen CDU-Parteitag zur Absegnung des schwarz-roten Koalitionsvertrags vorbereiten und seine Minister auswählen. Wirklich jetzt? Doppelbelastungen (Parteiprobleme lösen und sich gleichzeitig um Weltkrisen kümmern) gehören zum Kanzler-Alltag. Weltpolitik nimmt nun mal keine Rücksicht auf Parteitage.
Es gibt übrigens einen, der Merz gerade vorführt, wie man es richtig macht: CSU-Chef Markus Söder (58) fliegt mit nach Rom. Obwohl er aus Protokoll-Gründen nicht Teil der offiziellen Delegation sein kann, und deshalb bei der Trauerfeier fernab von Steinmeier und Scholz sitzen muss.
Aber der Protestant Söder weiß anscheinend, was sich gehört. Und dass seine Teilnahme auch ein wichtiges Zeichen an die Katholiken in Deutschland ist.
Merz’ Absage von Rom – es ist seine erste verpasste Chance auf der Weltbühne.
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Apsny News


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