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Vor dem Beginn des Konklaves zur Papst-Wahl (7. Mai) hat der italienische Problem-Kardinal Angelo Becciu (76) sich von der Teilnahme zurückgezogen. Er wird somit nicht dabei sein, wenn der Nachfolger für den verstorbenen Papst Franziskus (†88) bestimmt wird.
In einer Erklärung, die er am Dienstag über seine Anwälte verbreiten ließ, begründete Becciu seine Entscheidung: „Da mir das Wohl der Kirche am Herzen liegt, der ich mit Treue und Liebe gedient habe und weiterhin dienen werde, sowie um zur Gemeinschaft und Gelassenheit des Konklaves beizutragen, habe ich beschlossen, wie ich es immer getan habe, dem Willen von Papst Franziskus zu gehorchen, nicht am Konklave teilzunehmen, während ich von meiner Unschuld überzeugt bin.“
Spätestens seit Beccius Verurteilung wegen Betruges und Unterschlagung – er hatte Spenden in Millionenhöhe für windige Immobiliengeschäfte verwendet – stand der Kardinal im Kreuzfeuer. Bereits 2020 hatte ihn Franziskus entmachtet.
Offiziell wurde Becciu allerdings nie vom Wahlrecht ausgeschlossen – und pochte deshalb bis zum Schluss auf seine Teilnahme. Seiner erstinstanzlichen Verurteilung durch einen Vatikan-Richter zu fünfeinhalb Jahren Haft zum Trotz.
Noch kurz vor seinem Rückzieher zeigte sich Becciu selbstbewusst: „Es gab weder einen ausdrücklichen Willen, mich vom Konklave auszuschließen, noch wurde ich schriftlich aufgefordert, auf mein Wahlrecht zu verzichten.“ Später legte er nach: „Es ist unfair, mich auszuschließen!“
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