Krankenkasse rechnet vor: Für Millionen Versicherte wird es teuer | Politik

21.01.2025 - Salı 07:20

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Schmerzhafter Beitrags-Ausblick für Millionen gesetzlich Versicherte.

Die Sozialabgaben drohen auf 49,7 Prozent des Bruttogehalts bis 2035 hochzuschnellen – das zeigt eine Studie des IGES-Instituts für die Krankenkasse DAK, die BILD vorliegt. Aktuell liegen die Sozialabgaben (Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung und Rente) bei 42,5 Prozent – Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen je die Hälfte. Heißt: Innerhalb der kommenden zehn Jahre knallen die Beiträge um satte 7,2 Prozentpunkte rauf, wenn die Politik nicht gegensteuert.

Konkret: Allein die Krankenkassenbeiträge (aktuell 17,5 Prozent des Bruttolohns, die Hälfte zahlt der Arbeitgeber) könnten bis 2035 auf 20 Prozent steigen.

▶︎ Die Beiträge zur Rentenversicherung steigen auf 22,1 Prozent (aktuell 18,6 Prozent des Bruttogehalts), sollte das Rentenniveau (Durchschnittsrente/Durchschnittslohn) bei 48 Prozent festgesetzt werden.

▶︎ Die Beiträge zur Pflegeversicherung (aktuell 3,6 Prozent) drohen in den kommenden zehn Jahren auf 4,5 Prozent hochzuschießen.

▶︎ Die Arbeitslosenversicherung: 2035 bei 3,1 Prozent (aktuell 2,6 Prozent).

Folge der Beitragsexplosion: Den Arbeitnehmern bleibt immer weniger von ihrem Gehalt!

DAK-Chef Andreas Storm: „Es gibt ein gravierendes Finanzierungsproblem im Sozialsystem, das kurzfristig gelöst werden muss und kann, um Versicherte und Arbeitgeber nicht weiter zu belasten.“ Die Beitragsspirale müsse gestoppt werden. Storm: „Durch ein schnelles und mutiges Handeln der Politik nach der Bundestagswahl ist das erreichbar.“

DAK-Chef Andreas Storm (60)

DAK-Chef Andreas Storm (60)

Foto: Christoph Soeder/dpa

Storm fordert ein Sofortprogramm für stabile Kassenbeiträge. U. a. soll die Krankenhausreform (2,5 Mrd. Euro jährlich für Beitragszahler) aus Steuergeld finanziert werden. Und: „Konsequente Steuerung der Patientenversorgung durch die Ärzteschaft.“

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