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Paris – Politisches Déjà-vu im Élysée-Palast! Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinen erst am Montag zurückgetretenen Premier Sébastien Lecornu überraschend wieder zum Regierungschef ernannt. Wie der Élysée-Palast am Freitag mitteilte, soll der Macron-Vertraute ein neues Kabinett bilden und Frankreich aus der Regierungskrise führen.
Lecornu war erst vor vier Wochen als Premier angetreten – und hatte nach heftigen Spannungen innerhalb der Regierung entnervt hingeschmissen. Doch Macron ließ ihn nicht los: Der Präsident beauftragte seinen engsten Gefolgsmann, binnen 48 Stunden einen Ausweg aus der Krise zu finden.
Präsident Emmanuel Macron (47) mit seinem alten und neuen Premierminister
Offenbar erfolgreich: Nach Gesprächen mit Parteien aller Lager kam Lecornu zu dem Schluss, dass eine Neuwahl des Parlaments nicht nötig sei. Es gebe, so Lecornu, eine „sehr relative Mehrheit“ verschiedener Gruppierungen – auch aus der Opposition – die sich auf Stabilität und einen Haushalt verständigen könnten.
Mit der erneuten Ernennung Lecornus trotzt Macron erneut den Rufen nach einem Premier aus dem linken Lager oder einem parteiunabhängigen Experten. Bereits nach der vorgezogenen Parlamentswahl im Sommer 2024, bei der linke Parteien deutlich zulegten, hatte Macron lieber auf konservative oder zentristische Politiker gesetzt – erst Michel Barnier, dann François Bayrou. Beide scheiterten.
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