Lanz: OB Boris Palmer auf der Palme! „Ich bin keine Marionette“ | Politik

29.05.2025 - Perşembe 10:00

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Berlin – Was für ein Schlagabtausch bei Markus Lanz am Dienstagabend! Der ehemalige Grünen-Politiker Boris Palmer explodierte vor laufenden Kameras. Der Zündstoff: die Debatte um Meinungsfreiheit in Deutschland.

Das Thema des Abends: Nur 40 Prozent der Deutschen glauben, dass sie ihre politische Meinung frei äußern können – so das brisante Ergebnis einer Umfrage von Allensbach und Media Tenor. Der Journalist Ulf Poschardt (58), Herausgeber der Welt (gehört wie BILD zu Axel Springer), nannte dies in der ZDF-Sendung ein „Desaster“.

▶︎ Die Neurowissenschaftlerin Maren Urner hielt dagegen: Das Gefühl eines enger werdenden Meinungskorridors sei eine Täuschung – es entstehe nur, weil ständig darüber gesprochen werde, warnte sie bei Lanz. Das sei „eine Ablenkungsstrategie“ und könne zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden.

Der Tübinger Oberbürgermeister Palmer kochte daraufhin: „Ich bin aus meiner Partei ausgetreten, wegen dieser Sprach-Jakobiner. Ich habe das alles erlebt, und ich finde Ihre These, dass das alles erfunden ist, abwegig.“

Palmer: „Das ist doch absurd“

Als Urner konterte, Palmers Erlebnisse seien bloß anekdotisch, brachte ihn das endgültig auf die Palme: „Sie belegen auch nichts empirisch“, polterte er. „Der Beleg für diese These, dass es eine Weltverschwörung gibt, die ablenken will und die Leute alle nur gelenkt werden, das ist doch absurd. Ihre These ist absurd!“

Palmer diskutiert mit Neurowissenschaftlerin Maren Urner (41)

Palmer diskutiert mit Neurowissenschaftlerin Maren Urner (41)

Foto: ZDF und Markus Hertrich

▶︎ Urner stellte klar, dass sie keine Verschwörung wittere. Palmer explodierte: „Sie haben doch eine in den Raum gestellt, wer soll denn diese Ablenkung organisieren? Diese Meinungsfreiheitsproblematik existiert auf der Straße in Deutschland. Ich habe sie erlebt, und ich lasse mir jetzt nicht einreden, dass ich irgendwie eine Marionette bin.“

Dann schilderte Palmer, wie er auf offener Straße als „Rassist“, „rechter Hetzer“ und „Nazi“ diffamiert worden sei – nur, weil er die Kriminalitätsbelastung von Flüchtlingen angesprochen habe: „Das bleibt in den Kleidern hängen und hat in meinem Fall zum Parteiaustritt geführt.“

Dann sagt Palmer den Satz des Abends: „Es gibt eine Aggressivität gegenüber Kommunalpolitikern, die unerträglich ist. Da geht Meinungsfreiheit entschieden zu weit.“

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