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Neuer Machtkampf in der Ampel um die Rente!
Das von Sozialminister Hubertus Heil (51, SPD), Finanzminister Christian Lindner (45, FDP) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (54, Grüne) ausgehandelte Rentenpaket II stößt im Bundestag auf Widerstand. Vor allem die FDP-Fraktion ist unzufrieden. Die Liberalen kritisieren u. a. den drohenden Turbo-Anstieg des Rentenbeitrags (+20 Prozent), fordern Änderungen.
Konkret soll es u. a. um einen freiwilligen Renteneintritt über 67 hinaus gehen sowie um das Ende der Rente mit 63.
▶︎ Der rentenpolitische Sprecher Pascal Kober (52) zu BILD: „Wir müssen bei der Rente mit 63 die Realität zur Kenntnis nehmen. Sie ist sehr teuer und schadet dem Arbeitsmarkt. Das muss jetzt einfließen in die parlamentarischen Beratungen zum Rentenpaket II.“
Die Rente mit 63 wurde 2014 von der Großen Koalition eingeführt. Sie erlaubt Arbeitnehmern, nach 45 Jahren (Beitragsjahre) ohne Abzüge mit 63 in Ruhestand zu gehen. Mittlerweile ist das Eintrittsalter auf 64 Jahre und 4 Monate gestiegen.
Aus Sicht von Wirtschaft und FDP ein Riesenproblem: Durch die vorzeitige Rente verlieren Firmen dringend benötigte Fachkräfte. 2023 waren es rund 300 000 – Rekord!
Dazu die hohen Kosten: Die Rentenkasse zahlt rund drei Milliarden Euro/Monat.
▶︎ „Solche demografisch widersinnigen Wahlgeschenke sollten wir uns nicht leisten“, mahnt FDP-Finanzexperte Max Mordhorst (28). Er schlägt für die Nachverhandlungen mit SPD und Grünen (ab Juni) konkrete Änderungen vor: „Denkbar ist z. B., dass die Rente mit 63 künftig nur noch für Geringverdiener möglich ist.“ Mittelfristig müsse sie ganz weg.
Die SPD will von einem Ende der Rente mit 63 bislang nichts wissen. Bewegung dagegen bei den Grünen. Parteichefin Ricarda Lang (30) will die Rente mit 63 überdenken. „Wir verlieren heute bei Renteneintritt viele Arbeitnehmer mit guter Expertise, die teilweise ja auch noch Lust haben, weiterzuarbeiten“, so Lang im „Spiegel“.
FDP-Rentenexperte Kober begrüßt das: „Es ist schön, dass die Entwicklung nun auch bei den Grünen zum Nachdenken führt.“ FDP-General Bijan Djir-Sarai (47) hofft nun, dass die Debatte „fair und sachlich“ bleibe. Sein Appell an SPD und Grüne bei den anstehenden Beratungen: „Wer länger arbeiten möchte, soll dies unter attraktiven Bedingungen machen können.“
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Apsny News


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