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Medienbericht: Bahn und GDL einigen sich auf 35-Stunden-Woche | Politik

Medienbericht: Bahn und GDL einigen sich auf 35-Stunden-Woche | Politik
Okundu
26 Mart 2024 - 2:32

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Bahn-Reisende können aufatmen: Die endlosen Streiks der Lokführer sind endlich vom Tisch. Die Lokführer-Gewerkschaft teilte am Montagabend mit, dass sich GDL und die Deutsche Bahn nach monatelangem Tarif-Zoff einig wurden. Und jetzt sind erste Details bekannt geworden.

Laut einem Bericht des Nachrichtenportals „Politico“ habe man sich auf eine stufenweise Absenkung der Arbeitszeiten geeinigt. Es solle ein „Arbeitszeitkorridor“ eingerichtet werden, der es Mitarbeitern erlaube, ihre Arbeitszeit bis zum Jahr 2029 jährlich bei vollem Lohnausgleich abzusenken. Anfang 2026 erfolge diese Absenkung automatisch auf 37 Stunden. Wer 40 Stunden arbeiten möchte, könne dies für rund 2,7 Prozent mehr Lohn tun.

Für die Folgejahre sind dem Bericht zufolge Absenkungen auf 36 Stunden ab 2027, ab 2028 auf 35,5 Stunden und ab 2029 auf 35 Stunden vorgesehen. Sie erfolgen demnach aber nicht mehr automatisch, sondern nur optional auf Antrag der Arbeitnehmer.

420 Euro mehr Gehalt

Die Parteien hätten sich zudem rückwirkend zum 1. November 2023 auf eine Gehaltserhöhung von 420 Euro pro Monat für 26 Monate geeinigt, berichtete Politico weiter. Das neu entstandene Tochterunternehmen der Bahn, DB InfraGO, soll demnach allerdings nicht in den Tarifvertrag der GDL einbezogen werden.

Sowohl die Deutsche Bahn als auch die GDL wollen am Dienstagvormittag jeweils über die Tarifeinigung informieren. Seit Beginn der Verhandlungen Anfang November hatte die GDL sechsmal und teils tagelang gestreikt. Knackpunkt war vor allem die Forderung der Gewerkschaft nach der 35-Stunden-Woche für Schichtbedienstete bei vollem Lohnausgleich. Zuletzt setzte die Gewerkschaft auf einen sogenannten Wellenstreik, den sie deutlich kurzfristiger als die bisherigen Ausstände ankündigte – zum großen Ärger der Reisenden.

In der Politik wurde die Nachricht über die Einigung mit Erleichterung aufgenommen. „Es ist ein wichtiges Signal der Sicherheit und Verlässlichkeit für die Millionen von Pendlerinnen und Pendlern und die erwarteten Reisenden zu den Ostertagen“, sagte die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Isabel Cademartori (36).

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