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Der Russe Vadim Krasikow schockierte 2019 mit seiner grausamen Tat die ganze Nation: ein kaltblütiger Mord auf deutschem Boden, mitten in der Hauptstadt. Krasikov hatte im Kleinen Tiergarten in Berlin den Georgier Zelimkhan Khangoshvili († 41) heimtückisch ermordet und wurde zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Nun kam raus: für die Anwaltskosten des Möders kam eine kremlnahe Stiftung auf!
Aus internen Dokumenten der russischen „Stiftung zur Unterstützung und zum Schutz der Rechte von im Ausland lebenden Landsleuten“ (Pravfond) geht hervor, dass die Stiftung die Verteidigung des Tiergarten-Killers Vadim Krasikov finanziert hat.
Berlin, 23. August 2019: Die Spurensicherung am Tatort im Berliner Tiergarten
Die Dokumente wurden dem dänischen TV-Sender DR von einer europäischen Geheimdienstquelle zugespielt. Deutsche Medien, darunter ZDF und „Spiegel“ legten die Dokumente Experten vor, die die Papiere für authentisch halten.
► Brisant: der Berliner Star-Anwalt Robert Unger wurde für seine Anwaltsdienste von der kremlnahen Stiftung laut ZDF-Bericht fürstlich entlohnt: Sein Honorar für die letzten zehn Verhandlungstage war mit 60 000 Euro angegeben – ein Tagessatz von 6000 Euro. Bei 56 Verhandlungstagen käme man demnach auf 336 000 Euro.
► Die Stiftung kam auch für die Anwaltskosten des verurteilten Waffenhändlers Viktor Bout auf und soll eine Reihe ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter in europäischen Ländern beschäftigen.
Mehr als ein Jahr hatten Berliner Richter damals versucht, die Hintergründe des kaltblütigen Mordes zu klären. Das Gericht war davon überzeugt, dass es sich bei dem angeklagten Russen um einen Offizier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB handelt, dem weitere Auftragsmorde im Ausland zugeordnet werden.
Die Richter folgten mit dem Strafmaß (lebenslang) dem Antrag der Bundesanwaltschaft. Diese geht von einem „staatlichem Tötungsauftrag“ aus. „Die Tat war durch in Berlin stationierte Helfer akribisch vorbereitet“, sagte der Vorsitzende Richter Olas Arnoldi damals bei der Urteilsbegründung.
Bei der Tat sei es um Vergeltung gegangen – für die Beteiligung des Georgiers am zweiten tschetschenischen Krieg und dessen „Feindschaft zum russischen Staat“.
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Apsny News


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