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Den Haag – Der Nato-Gipfel in Den Haag dreht sich fast nur um ihn: US-Präsident Donald Trump!
Denn er soll mit den USA an Bord bleiben, wenn es darum geht, die größte Verteidigungsgemeinschaft der westlichen Welt stabil zu halten. Alles fragt: Was sagt er, mit wem spricht er? Wem klopft er aufmunternd auf die Schulter? Wen kritisiert er?
Auf der Bühne im Gespräch: Friedrich Merz und Donald Trump
Und der US-Präsident weiß um seine Rolle als ungekrönter König des Gipfels, macht es mal wieder spannend. Er kommt standesgemäß als Letzter auf die Bühne, um sich mit den aus aller Welt angereisten Staatenlenker-Kollegen fürs Familienfoto auf die Bühne zu stellen.
Direkt neben Nato-Generalsekretär und Gastgeber Mark Rutte stellte er sich auf – vor Bundeskanzler Friedrich Merz (69, CDU), der bereits in der Reihe dahinter postiert war.
BILD-Kanzleramtsreporter Florian Kain berichtet vom Nato-Gipfel in Den Haag
Nur Merz spricht den US-Präsidenten direkt an
Nachdem alle Fotografen ihr Familienfoto geschossen haben, werden die versammelten Regierungschefs in den Sitzungssaal gebeten. Die Chance für Smalltalk zwischen den auf der Bühne versammelten Staatenlenkern. Aber: Keiner spricht Trump zunächst direkt an – nur der Bundeskanzler! Sofort sind die beiden mitten in einem angeregten Plausch. Die scheinbar nebensächliche Szene – worum es ging, bleibt das Geheimnis der beiden – zeigt, dass der Kanzler inzwischen einen Draht hat zum Regierungschef aus Washington, auf den der gesamte Gipfel zugeschnitten wurde.
Schließlich schaltet sich auch noch Mark Rutte, der für viele seiner Gäste in der niederländischen Metropole aufmunternde Schulterklopfer und freundliche Worte parat hatte, in das Gespräch ein.
Am Ende dann gehen Trump und Merz gemeinsam in den großen Sitzungssaal, wo unmittelbar danach der aus Sicht des Bundeskanzlers historische Gipfel beginnt – und sprechen knapp 15 Minuten miteinander. Danach sind es beide, die als erste sprechen. Zunächst Trump als Repräsentant des größten Nato-Staats USA, danach Merz für Deutschland als zweitgrößten Zahler.
Die vertraute Szene zwischen beiden – die BILD im Video festhalten konnte – zeigt, dass Merz offenbar einen Draht gefunden hat zum US-Präsidenten. Dazu dürfte auch seine Visite im Weißen Haus beigetragen haben, zu der er ihm nicht nur eine Kopie der Geburtsurkunde seines Großvaters als Gastgeschenk mitgebracht hatte, sondern auch einen Golfschläger mit eingravierten Flaggen Deutschlands und der USA.
Trump schätzt solche Gesten sehr. Dazu kommt, dass Merz – wie Trump in Washington selbst hervorhob – sehr gutes Englisch spricht, das hilft beim Smalltalk. Als Vorteil könnte sich auch die selbstbewusst-höfliche Art, mit der Merz den Präsidenten anspricht, erweisen. Nach BILD-Informationen aus Gipfelkreisen zeigt auch Trumps Leak einer arg unterwürfigen SMS, die ihm Nato-General Rutte geschickt hatte, dass er solche Souveränität durchaus schätzt.
Fakt ist: Wenn Trump ein Ohr für den Kanzler hat, kann das Friedrich Merz auch bei seiner Mission helfen, den US-Präsidenten doch noch zu gemeinsamen schärferen Sanktionen gegen Aggressor Russland zu bewegen. Genau deswegen ist auch Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Den Haag gekommen. Selenskyj weiß: Merz wird ihn nicht im Stich lassen. Trump selbst erwähnten nach Informationen aus Gipfelkreisen das Wort Russland nicht einmal. Aber: Immerhin versicherte er seinen Bündnispartnern, zumindest für die kommenden vier Jahre – seine Amtszeit – bei der Stange zu bleiben.
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Apsny News


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