Miosga, Weidel und die Holocaust-Frage: Warum verdrehen Sie die Augen? | Politik

03.02.2025 - Pazartesi 14:15

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AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel (45) hat bei Caren Miosga (55) die Holocaust-Gedenkstunde vor der Migrationsdebatte im Bundestag als „instrumentalisiert“ kritisiert. Zuvor gab es Aufregung wegen ihres Gesichtsausdrucks in einer bestimmten Szene.

In ihrer Anmoderation nahm Miosga Bezug auf die Asyl-Abstimmung im Bundestag am vergangenen Mittwoch: „Der Debatte ging eine Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus voraus.“

Dann unterbrach die Talkmasterin plötzlich und fragte die AfD-Kandidatin irritiert:

„Warum verdrehen Sie die Augen?“

Caren Miosga wechselt das Thema, blendet eine Szene des Holocaust-Gedenktages am Mittwoch im Bundestag ein

Caren Miosga wechselt das Thema, blendet eine Szene des Holocaust-Gedenktages am Mittwoch im Bundestag ein

Foto: Das Erste/ARD

Weidel verdutzt: „Mache ich nicht.“

Miosga verwundert: „Ach so. Dann habe ich das nur gesehen.“

„Wie gedenkt die AfD der Opfer?“, fragt die Talkmasterin.

„Wir haben dort ebenfalls der sehr andächtigen Rede gelauscht und haben auch Beifall geklatscht“, lobte Weidel. „Für uns steht die Existenz Israels an erster Stelle. Wir gedenken dem Holocaust zusammen mit den Juden in der AfD.“

Dann wurde Weidel energisch:

„Ich finde es verstörend, wenn der Holocaust für eine politische Instrumentalisierung genutzt wird! Das Gedenken an dieses schwere Verbrechen sollte über der Tagespolitik stehen! Die Tagespolitik missbraucht den Holocaust-Gedenktag!“

Alice Weidel kam in Turnschuhen

Alice Weidel kam in Turnschuhen

Foto: Das Erste/ARD

„Ich glaube nicht, dass wir permanent zurückblicken sollten aus einem Schuld-Kult heraus“, so Weidel weiter.

Prompt setzte Miosga nach:

„Wissen Sie, wo das Wort herkommt? Aus dem Vokabular aus dem neurechten Geschichtsrevisionismus.“ Weidel versuchte abzulenken: „Man darf ‚Schwachkopf’ nicht mehr sagen zu einem total unfähigen Wirtschaftsminister …“

Über die „Spitzen“ gegen die AfD in dem CDU-Antrag zur Migration wetterte Weidel danach:

„Komplettes Kaspertheater!“

Über die Bundestagsdebatte selbst schimpfte sie weiter: „Sitzungsunterbrechungen von vier Stunden, aber Partynacht in Laschets Wohnung!“

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