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Berlin – Wilde Spekulationen in Russland um das Attentat auf Zaur Gurzijew. Der Russen-Major, der die ukrainische Stadt Mariupol 2022 zerbomben ließ, hatte 8000 Tote auf dem Gewissen. Er wurde offenbar Opfer von „Sexspionage“ – einer Honigfalle!
Demnach soll ein Lockvogel, den Gurzijew über eine Online-Dating-Website kennengelernt hatte, den Sprengsatz bei sich getragen haben, als sich die beiden Männer in der Nacht zu Donnerstag im südrussischen Stawropol trafen. Möglicherweise hat der Mann, den russische Medien als Nikita Penkow (29) identifiziert haben, selbst nichts von der Granate gewusst.
▶︎Laut Quellen des gut informierten russischen Geheimdienstblogs VChK-OGPU könnte Penkow Teil eines Komplotts gewesen sein. Beide Männer hätten zunächst freizügige Bilder ausgetauscht, bevor sie sich für ein persönliches Treffen verabredeten, heißt es. Penkow sei vorgegaukelt worden, er solle kompromittierendes Material über Gurzijew aufnehmen. Doch in dem Aufnahmegerät, das er erhalten habe, sei der Sprengsatz versteckt gewesen, der schließlich beide Männer tötete.
Die Informationen wurden bislang nicht offiziell bestätigt. Die staatliche russische Agentur „Tass“ berichtet, es seien Ermittlungen wegen zweifachen Mordes und dem illegalen Mitführen explosiven Materials eingeleitet worden.
Gouverneur spricht von Terrorakt
Laut Augenzeugen soll Penkow in einem der umliegenden Wohnhäuser vom Tatort in der Tschechow-Straße gelebt haben. Bei der Durchsuchung von Penkows Wohnung hätten die Ermittler den Berichten zufolge keine Materialien zum Bombenbau gefunden.
Dem Nachrichtenportal „Agentstvo“ zufolge arbeitete Penkow 2023 als Polizeibeamter in einer Spezialeinheit des Innenministeriums von Stawropol, die Verdächtige und Angeklagte bewachte und eskortierte. Wo er zuletzt arbeitete? Unklar.
Zaur Gurzijew wurde mehrfach ausgezeichnet: Für seinen massenmörderischen Kriegseinsatz belohnte ihn Putin mit dem Posten als Vize-Bürgermeister der 400.000-Einwohner-Stadt Stawropol
Auf der Aufzeichnung einer Überwachungskamera – das Video wurde über Social Media verbreitet – ist zu sehen, wie einer der beiden Männer zwischen parkenden Autos auf den anderen zugeht. Als sie sich begrüßen, detoniert die Bombe. Möglicherweise wurde sie ferngezündet. Penkow sei sofort tot gewesen, Gurzijew starb kurze Zeit später.
Eine Überwachungskamera zeichnete das tödliche Treffen auf
▶︎Der Gouverneur von Stawropol, Vladimir Vladimirov (51), erklärte am Donnerstag, die Leichen der beiden getöteten Männer wiesen „Verletzungen auf, die typisch für eine Explosionswirkung sind“. Es handele sich wahrscheinlich um ein terroristisches Attentat „unter Beteiligung von Nazis aus der Ukraine“.
Gurzijew leitete die Luftangriffe auf die belagerte ukrainische Stadt Mariupol im Frühjahr 2022. Er war mitverantwortlich für die Bombardierungen ziviler Ziele, Krankenhäuser, Wohnblocks und des berühmten Theaters der Stadt, in dem zum Zeitpunkt des Angriffs Hunderte Menschen Schutz gesucht hatten.
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Apsny News


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