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Nach Anklage gegen Staatsanwältin: Wer jetzt auf Trumps Abschussliste steht | Politik

Nach Anklage gegen Staatsanwältin: Wer jetzt auf Trumps Abschussliste steht | Politik
Okundu
11 Ekim 2025 - 10:47

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New York – Sie hat ihn angeklagt. Jetzt lässt er sie vor Gericht zerren! Letitia James, Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaates New York, wurde am Donnerstag im Bundesstaat Virginia selbst angeklagt.

Der Vorwurf: Bankbetrug und falsche Angaben gegenüber einem Kreditinstitut. James soll einen Zweitwohnsitz angegeben haben, um sich günstigere Kreditkonditionen zu sichern.

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James (Mitte, oben) sitzt während des Zivilprozesses wegen Betrugs gegen die Trump Organization im Obersten Gerichtshof des Bundesstaates New York

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James (Mitte, oben) sitzt während des Zivilprozesses wegen Betrugs gegen die Trump Organization im Obersten Gerichtshof des Bundesstaates New York

Foto: SETH WENIG/AFP

Doch der Hintergrund wirkt durchschaubar: Sie geriet offenbar ins Visier eines Rachefeldzugs von US-Präsident Donald Trump (79)!

James erstritt Mega-Strafzahlung

Denn die Juristin hatte vor zwei Jahren in New York ein Zivilverfahren gegen Trump, seine Söhne Eric (41) und Don Jr. (47) sowie gegen die Immobilienfirma „Trump Organization“ wegen Geschäftsbetrugs angestrengt. Angeblich habe die Firma Immobilienwerte aufgebläht und so Kreditgeber getäuscht. James erstritt damals eine saftige Strafzahlung von 454 Millionen Dollar!

BILD protokolliert, wer jetzt noch auf Trumps Abschussliste steht:

► Ex-FBI-Direktor James Comey (64) wurde diese Woche nach einer Anklage wegen angeblichen Meineids bei einem Kongress-Hearing dem Haftrichter vorgeführt. Trump hatte ihn 2017 gefeuert und wirft ihm vor, Ermittlungen zu angeblichen Russland-Verbindungen seines Wahlkampfs 2016 angestoßen zu haben (Codename „Crossfire Hurricane“).

James Comey, ehemaliger Direktor des Federal Bureau of Investigation (FBI), ist in einem Standbild aus einem Video zu sehen, als er während einer Anhörung des Senatsausschusses für Justiz per Videokonferenz vereidigt wird

James Comey, ehemaliger Direktor des Federal Bureau of Investigation (FBI), ist in einem Standbild aus einem Video zu sehen, als er während einer Anhörung des Senatsausschusses für Justiz per Videokonferenz vereidigt wird

Foto: HANDOUT/REUTERS

► Kalifornien-Senator Adam Schiff (65) könnte der Nächste sein: Er war „Chefankläger“ beim ersten Amtsenthebungsverfahren gegen Trump in dessen erster Amtszeit und fungiert seither als Dauerkritiker. Das Justizministerium ermittelt nun wegen möglichen Versicherungsbetrugs. Der Präsident verspottet ihn regelmäßig als zwielichtigen „Shifty Schiff“.

Bei Bolton kam das FBI frühmorgens

► Beim ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton (76) hat das FBI bei einer morgendlichen Razzia bereits Wohnung und Büro durchsucht. Dabei sollen geheime Dokumente gefunden worden sein – eine Anklage droht. Bolton war zuletzt ein lautstarker Kritiker von Trumps Russland- und Ukraine-Politik.

► Zittern muss auch Ex-Sonderermittler Jack Smith (56), der während der Biden-Präsidentschaft Bundesanklagen gegen Trump wegen dessen Rolle beim Sturm aufs Kapitol („January 6“) und wegen der illegalen Aufbewahrung von „Top Secret“-Akten im Florida-Ressort Mar-a-Lago vorgebracht hatte. Jetzt wird gegen Smith selbst ermittelt – unter dem sogenannten „Hatch Act“, der Bundesbeamten politische Betätigung verbietet.

US-Präsident Joe Biden (links) spricht mit dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama (rechts) vor einer Gedenkfeier für Ethel Kennedy, die Witwe von Robert F. Kennedy, in der Kathedrale St. Matthew the Apostle in Washington

US-Präsident Joe Biden (l.) spricht mit dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama vor einer Gedenkfeier für Ethel Kennedy, die Witwe von Robert F. Kennedy, in der Kathedrale St. Matthew the Apostle in Washington

Foto: picture alliance / Consolidated News Photos

Drohungen auch in Richtung Biden und Obama

Auch frühere politische Schwergewichte beschuldigt Trump regelmäßig – bislang allerdings nur rhetorisch. Darunter die Ex-Präsidenten Joe Biden (82, „Aktenmissbrauch“) und Barack Obama (64, „Wahlbeeinflussung“).

Wie sehr Trump bei seiner juristischen Vendetta selbst die Fäden zieht, zeigte ein jüngster Eintrag auf „Truth Social“. Darin forderte er Justizministerin Pam Bondi (59) unmissverständlich auf, endlich Comey, James und Schiff anzuklagen. Sie seien „schuldig wie die Hölle“.

Als sich ein Staatsanwalt weigerte, übernahm stattdessen eine Trump-nahe Juristin den Fall.

Aber: Vor Trumps Wiederwahl hatte sein Lager den Demokraten „Polit-Justiz“ wegen insgesamt vier Anklagen gegen Trump vorgeworfen. Jetzt werde der Spieß einfach nur umgedreht, wird jetzt argumentiert.

Trump setzt Justiz unter Druck: Anklage gegen Ex-FBI-Chef Comey

Trump setzt Justiz unter Druck: Anklage gegen ehemaligen Chef des FBI

Quelle: DPA

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