Nach Biden-Rückzug: Warum sich Obama NICHT hinter Harris stellt | Politik

22.07.2024 - Pazartesi 07:39

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Fast vier Wochen hatte Joe Biden versucht, die immer lauter werdenden Rückzugs-Rufe nach seinem desaströsen TV-Auftritt auszusitzen. Am Sonntag drehte der 81-Jährige die Präsidenten-Pattex-Tube schließlich zu und löste sich von seinem Plan, das Rennen um das Weiße Haus doch noch irgendwie gewinnen zu können.

„Sleepy Joe“, wie Kritiker über den Noch-Präsidenten spotten, will fortan seine Vize Kamala Harris (59) unterstützen. Seit seiner Aufgabe ist viel Bewegung bei den Demokraten: Bidens Wahlkampf-Team hat den offiziellen Namen in „Harris for President“ geändert. Laut der „New York Post“ kamen nach dem Rückzug, den Biden bei X/Twitter bekannt gegeben hatte, knapp 50 Millionen Dollar an zusätzlichen Spenden zusammen.

Zwei entscheidende Worte fehlen im Obama-Statement

Harris hat bereits angekündigt, Donald Trump schlagen zu wollen

Harris hat bereits angekündigt, Donald Trump schlagen zu wollen

Foto: Evelyn Hockstein/REUTERS

Von mächtigen Gouverneuren wie dem kalifornischen Polit-Beau Gavin Newsom (56), über Parteichefs auf Bundesebene und Delegierte, bis hin zur Basis jubeln die Demokraten über ihre neue Hoffnung im Kampf gegen Donald Trump (78).

Einer jedoch hält sich auffallend bedeckt: Barack Obama (62). Der Ex-Präsident hat ein Statement veröffentlicht. Zwei Worte kommen darin nicht vor: Kamala und Harris.

In seiner längeren Erklärung würdigt Obama den Schritt von Joe Biden, bauchpinselt ihn als „einen der wichtigsten Präsidenten der Vereinigten Staaten“. Sein „lieber Freund“ sei ein Patriot erster Güteklasse.

Obama: kein Freifahrt-Schein für Harris

Kennen sich gut: Obama und Biden umarmen sich auf einer Trauerfeier. Jetzt dankte Obama seinem „lieben Freund“

Kennen sich gut: Obama und Biden umarmen sich auf einer Trauerfeier. Jetzt dankte Obama seinem „lieben Freund“

Foto: Yuri Gripas/AFP Pool via AP/dpa

Bei all der Lobhudelei für den Mann, der bis zum Gehtnichtmehr an der Macht festgehalten hat, ist auffällig, dass sich Obama nicht öffentlich hinter Kamala Harris stellt. Stattdessen schreibt das ehemalige Staatsoberhaupt: „Wir werden in den kommenden Tagen durch unbekannte Gewässer navigieren. Aber ich habe außerordentliches Vertrauen, dass die Anführer unserer Partei in der Lage sein werden, einen Prozess zu schaffen, aus dem ein herausragender Kandidat hervorgeht.“

Im Klartext: Ginge es nach Obama, hätte Harris keinen Freifahrt-Schein! Auch die Ex-Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi (84) hatte bereits gewarnt: „Es darf nicht wie eine Thronfolge aussehen, sondern muss ein demokratischer Prozess sein.“

Warum Barack Obama sich – im Gegensatz etwa zu den sechs schwarzen Generalstaatsanwälten der USA – nicht hinter Harris stellt, kann nur spekuliert werden. Möglich, dass Ehefrau Michelle Obama (60) vielleicht doch noch ins Rennen geht. Allerdings hatte die Bestseller-Autorin („Becoming: Meine Geschichte“) dem Politik-Zirkus eine Absage erteilt. Eigentlich …

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