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Nach Schiri-Debakel im Pokal! Ex-Schiri Babak Rafati schießt gegen Verband | Sport
31.10.2024 - Perşembe 21:00
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Ob der DFB sich diese Worte zu Herzen nimmt?
Die 2. Pokalrunde war nur so voll von Schiri-Fehlentscheidungen. Ohne den VAR als Hilfsmittel, der erst ab dem Achtelfinale im Einsatz ist, wirkten die Schiris oft unsicher, gar überfordert.
Beispiel 1: Dortmunds Nmecha trifft Wolfsburgs Wimmer mit offener Sohle. Platzverweis? Nein! Schiri Siebert zeigt Gelb. Die falsche Entscheidung. Der VAR hätte ihm wohl geraten, sich die Szene noch mal anzuschauen.
Beispiel 2: Stuttgarts Rieder foult Lauterns Ritter kurz vor der Strafraumlinie. Trotzdem zeigt Schiri Schlager auf den Punkt! Der VAR hätte sofort gewusst: Kein Elfer, nur Freistoß.
Beispiel 3: Beim Treffer zum 2:0 steht Bayerns Musiala eigentlich im Abseits. Das Tor in gegen Mainz hätte alles, nur nicht zählen dürfen. Der VAR hätte den Treffer wohl ziemlich sicher einkassiert.
Warum machen die Schiris ohne VAR so viele Fehler?
Gegenüber „Sky“ hat Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati (54) interessanten Verdacht! Er findet, dass die Qualität der Schiedsrichter durch den VAR sogar abgenommen habe.
Rafati: „Die Schiedsrichter, die wir haben, sind keinesfalls schlecht. Wir haben die Qualität der Schiedsrichter, sie ist aber in den letzten Jahren durch den VAR massiv eingebrochen. Die Schiedsrichter sind oftmals keine Persönlichkeiten mehr.“ Weiter erklärt der gelernte Bankkaufmann: „Es fehlt an der Spitze beim DFB an Fachkompetenz und an Qualität, sodass die Schiedsrichter richtig geschult werden.“
Den VAR, der seit der Saison 2017/18 als Hilfsmittel in der Bundesliga für knifflige Szenen zum Einsatz kommt, hält er generell für „eine hervorragende Idee“.
Es gibt aber seiner Ansicht nach Probleme bei der Umsetzung. „Die Umsetzung ist aber katastrophal, sie ist detektivisch. Die Schiedsrichter waren jahrelang der Chef auf dem Platz. Und nun gibt es einen Kollegen im Keller, der ihm auf dem Platz vorgibt, was er zu machen hat. Da geht es um die DNA des Schiedsrichters.“
Außerdem kritisiert er den DFB und das Fehlen von Typen im Verband und ruft die DFL zum Handeln auf. „Die DFL müsste viel mehr in den Hintergrund des Schiedsrichterwesens beim DFB blicken, um zu sehen, was da Sache ist. Persönliche Eitelkeiten müssen ausgeräumt werden. Zu wenige Leute schauen auf das große Ganze. Viele schauen nur auf sich selbst. Mir fehlen auch die Typen, die mal klare Kante zeigen - auch öffentlich, und den Finger in die Wende legen.“
Und weiter: „Reinen Wein einzuschenken würde allen Beteiligten helfen. Es braucht mehr Offenheit und Transparenz. Ich würde mich freuen, und es wäre förderlich für den Fußball, wenn es mal einen DFB-Präsidenten geben würde, der selbst Fußballprofi war und die Mechanismen kennt.“
Ex-Nationalspieler Philipp Lahm (40/113 Länderspiele für Deutschland) wäre laut Rafati die richtige Person dafür.
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Apsny News