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Die Eisbären Berlin als Aushängeschild in der DEL. Dazu die Dresdner Eislöwen, Eispiraten Crimmitschau und die Lausitzer Füchse in der zweiten Liga. Die Profi-Standorte im Eishockey-Osten sind in den ersten beiden Ligen nach wie vor rar gesät. Doch vielleicht gibt es schon bald Zuwachs…
Mit den Icefighters Leipzig arbeitet ein Oberligist hart am Ziel Aufstieg in die DEL2. Als Tabellen-Dritter der Nord-Staffel sind die Sachsen in die Play-offs eingezogen. Und führen im Achtelfinale gegen die Höchstadt Alligators (Platz 6 der Südstaffel) mit 2:0-Siegen. Am Freitag (20 Uhr) kann mit einem Sieg im Heimspiel der Einzug ins Viertelfinale vorzeitig klargemacht werden.
Trainer Patric Wener (56): „In den Play-offs zählt einzig und allein das Ergebnis, da kommt es nicht auf Schönspielen an. Die Jungs haben in den beiden ersten Spielen gefightet, sich in Schüsse geworfen – das braucht es in den Play-offs.“
Bei einem Einzug ins Viertelfinale geht es dann im Modus „Best of seven“ weiter. Bedeutet: Wer als Erster vier Siege eingefahren hat, ist weiter.
Angriff auf Kinder: Hockey-Vater flippt komplett aus
„In der Südstaffel steht eher eine technisch-taktische Spielweise im Vordergrund – so auch bei unserem Gegner Höchstadt“, sagt der Schwede. „Wir müssen auch im dritten Spiel das Tempo hochhalten und körperlich spielen. Das war in den beiden ersten Begegnungen einer der Schlüssel zum Erfolg.“
Die Icefighters wollen hoch. Und Profi-Eishockey in Leipzig etablieren. Der Klub spielt im „anona ICEDOME“, einer alten Markthalle. Knapp 2500 Zuschauer passen rein, rund 1900 Fans kommen im Schnitt.
Geschäftsführer André Schilbach (41), der auch sportlicher Leiter ist: „Aus meiner Zeit in Weißwasser kenne ich die DEL2 und bin sicher, dass wir hier in Leipzig das Potenzial dafür haben. Der Aufstieg ist unser mittelfristiges Ziel – darauf arbeiten wir hin.“
Die Unterlagen zum Lizenzprüfungsverfahren für die DEL2 wurden fristgemäß eingereicht. „Die Leute haben Lust auf Eishockey. Wir spüren eine Euphorie im Umfeld – bei Sponsoren, Partnern, Zuschauern. Das Sponsoringvolumen konnten wir im Vergleich zum letzten Jahr um rund 50 Prozent steigern. Der Zuschauerschnitt ist fast 30 Prozent höher als in der Vorsaison.“
Zwei Spieler haben schon DEL-Erfahrung
Im Kader stehen mit André Schietzold (38/u.a. Adler Mannheim, Düsseldorf), der erst kürzlich sein 1000. Spiel als Profi in DEL, DEL2 und Oberliga absolviert hat und Steve Hanusch (34/Krefeld, Eisbären) zwei Spieler, die bereits DEL gespielt haben. Die drei Ausländer sind Schweden.
Übrigens: Eine Besonderheit gibt es. Die Tilburg Trappers aus den Niederlanden sind in der Nord-Staffel Erster geworden, gelten auch als Favorit in den Playoffs. Aber: Die Holländer dürfen nicht aufsteigen.
Bedeutet: Der Final-Gegner könnte, wenn es gegen Tilburg geht, schon vorm ersten Spiel über den Aufstieg jubeln.
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