[ad_1]
„Einigkeit und Recht und Freiheit“ machten „doch kein warmes Herz“, beklagt sich Schauspiellegende Katharina Thalbach (70) im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ – und verrät, welche Nationalhymne sie viel passender für Deutschland findet.
Gleich nach der Wende habe sie bei der Bundesregierung einen Antrag gestellt, „dass man doch ab jetzt die Fassung von Brecht für die Hymne nehmen möge“.
„Kinderhymne“ heißt das erstmals 1950 in der Zeitschrift „Sinn und Form“ veröffentlichte Gedicht von Bertolt Brecht (1898–1956). Der Vorschlag, seinen Text zu singen, ist nicht neu.
Neues Land und neue Hymne
Katharina Thalbach hatte 1990 vielleicht als Einzige an die Bundesregierung geschrieben. „Wenn wir schon ein neues Land werden, dann können wir doch auch einen neuen Text für die Hymne nehmen.“ Darüber diskutiert hatten im Osten viele – zumal Brechts Text sich mit beiden Melodien verträgt.
Der von Joseph Haydn (1732–1809) aus dem Westen. Und der von Hans Eisler (1898–1962) aus dem Osten.
Vielen Ostdeutschen, die von „Auferstanden aus Ruinen“ die Nase voll hatten, aber mit „Deutschland, einig Vaterland“ genauso fremdelten wie mit „für das deutsche Vaterland“ schien Brecht damals ein guter Kompromiss.
Aufgewärmt wurde die Debatte 2019 vom Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (68, Linke), als er sich eine Nationalhymne wünschte, „die alle mit Freuden mitsingen“ und dafür erneut Brecht ins Gespräch brachte.
Auftritt beim Bundespräsidenten
Katharina Thalbach macht nun Nägel mit Köpfen. Sie singt „die Nationalhymne in dieser Fassung“ am 23. Mai gemeinsam mit Andreja Schneider (59) beim Bundespräsidenten. An dem Tag hat Frank-Walter Steinmeier (68, SPD) eingeladen, um 75 Jahre Grundgesetz und 35 Jahre Friedliche Revolution zu feiern.
Thüringens Ministerpräsident machte 2019 den Vorschlag, künftig Brecht zu singen
Katharina Thalbach schwärmt über die Brecht-Hymne: „Es ist ein wunderschöner Text.“ Der „Süddeutschen Zeitung“ erzählt sie: „Allein die Vorstellung, dass ,Und weil wir dieses Land verbessern, lieben und beschirmen wir’s“ in einem Fußballstadion gesungen wird! Das fände ich so herrlich.“
Im Interview wird Katharina Thalbach gefragt, ob ihr die Brecht-Hymne so ungeheuer wichtig ist, weil es eine versöhnliche Geste gegenüber den Ostdeutschen wäre. Ihre Antwort: „Nein, ich würde es einfach wunderschön finden, wenn ich in einem Land leben würde, wie es Brecht beschreibt.“
[ad_2]
Apsny News


Tabaksteuer: Zigaretten werden trotz neuem Gesetz vorerst nicht teurer | Politik
Medizinische Bedenken – So cool reagiert Asllani auf das Wechsel-Drama
Tschechiens Präsident: „Putin hat eine obsessive Angst, getötet zu werden.“ | Politik
2. Bundesliga: Neue Vorwürfe! Dynamo Dresden droht nächster Krach | Sport
Wegen Betrugsfällen: EU ermittelt gegen Reiseportal Booking.com | Politik
Vertrag für vier Jahre: Deutscher Konzern steigt groß ins Skispringen ein | Sport
Giorgia Meloni: 500 Soldaten gegen die Gewalt in Mailand | Politik