Nato-Chef will mehr Luftraum-Schutz wegen Putin-Drohnen: „Wir alle leben an der Ostflanke“ | Politik

13.09.2025 - Cumartesi 22:48

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Brüssel – Nach dem Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum will die Nato ihre Präsenz an der Ostflanke deutlich verschärfen. Doch Nato-Generalsekretär Mark Rutte (58) machte auch klar: Die russische Bedrohung betrifft nicht nur die östlichen Mitgliedstaaten – sie betrifft uns alle!

Auf die Frage, ob Staaten mit langer Grenze zu Russland stärker gefährdet seien, antwortete Rutte: „Natürlich geht es hier um die östliche Flanke, weil von dort eine direkte Bedrohung durch Drohnen ausgehen kann.“

Dann macht er aber klar: „Ich mag dieses ganze Denken über die östliche Flanke nicht, weil es den Eindruck erweckt, dass ich in Madrid oder in London sicherer bin als in Tallinn.“ (Hauptstadt Estlands, Anm. d. Red.)

„Wir alle leben an der Ostflanke“

Der Nato-Chef räumt mit der falsch empfundenen Sicherheit auf: „Das ist nicht wahr, denn diese neuesten russischen Raketen kommen mit fünffacher Schallgeschwindigkeit herunter und sie brauchen nur fünf oder zehn Minuten länger, um Madrid oder London zu erreichen.

Rutte wird deutlich: „Lasst uns festhalten, dass wir in diesem Bündnis von 32 Ländern alle an der Ostflanke leben.“

Die Botschaft vom Nato-Chef: Moskaus Hyperschall-Raketen bedrohen die ganze Nato – egal ob in Deutschland, Frankreich oder an der Ostflanke.

[-->„Eastern Sentry“ als gemeinsame Antwort

Gemeinsam mit US-General Alexus G. Grynkewich stellte der Nato-Chef auch die Antwort auf die russische Provokation im polnischen Luftraum vor. Grynkewich ist seit Juli 2025 Oberbefehlshaber des „US European Command“ (EUCOM). Damit ist er zuständig für alle Nato-Operationen in Europa.

US-General Alexus G. Grynkewich und Nato-Chef Mark Rutte kündigten „Eastern Sentry“ an

US-General Alexus G. Grynkewich (53) und Nato-Chef Mark Rutte kündigten „Eastern Sentry“ an

Foto: IMAGO/Anadolu Agency<!-->

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Unter dem Namen „Eastern Sentry“ (dt. östliche Wache) wird die Nato ihre neue Militärmission zum Schutz der Ostflanke koordinieren.

Ziel sei es demnach, Luftüberwachung, Flugabwehr und Reaktionsgeschwindigkeit zu verbessern. Auch hier betonte Rutte: Es gehe nicht um eine regionale, sondern um eine gesamteuropäische Verteidigungsaufgabe!

Zunächst getragen wird die neue Ost-Wache von fünf Ländern: Deutschland, Frankreich, Dänemark und Großbritannien.

Bundeswehr verdoppelt Alarmrotte

Erste Konsequenzen: Die deutsche Alarmrotte am Luftwaffen-Standort Rostock-Laage wurde von zwei auf vier Eurofighter verdoppelt – und ihr Einsatz bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Eigentlich sollte der Einsatz Ende September auslaufen.

Eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr erklärte gegenüber BILD: „Die Bundeswehr betrachtet und bewertet die aktuellen Ereignisse in Polen sehr genau. Wir sind wachsam, bereit und strukturell sehr gut sowie flexibel aufgestellt, um jederzeit zügig, umfassend und lageangepasst reagieren zu können.“

Zusätzlich soll noch in diesem Jahr ein weiteres mobiles Radarsystem in den Einsatz verlegt werden. Patriot-Systeme aus Mecklenburg-Vorpommern liefern bereits Radarbilder für den polnischen Abwehrschirm. Bisher ist auch bekannt, dass Frankreich mit drei Rafale-Kampfjets unterstützen wird. Dänemark stellt ein F-16-Kampfflugzeug und eine Fregatte.

Drohnen-Vorfall löst Nato-Beratungen aus: Sind wir auf den Ernstfall vorbereitet?

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[-->Quelle: BILD12.09.2025

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