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Jerusalem – Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (75) hat nach übereinstimmenden Berichten der Jerusalem Post und des israelischen Senders Channel 12 die vollständige Besetzung des Gazastreifens durch die israelische Armee angeordnet.
Wie die Jerusalem Post am Montag exklusiv berichtete, bestätigte das Büro des Premierministers (PMO) die Entscheidung Netanjahus, auch die letzten etwa 25 Prozent des Territoriums unter Hamas-Kontrolle militärisch zu übernehmen. Der Fokus der Operation liegt laut dem Bericht auf Gebieten, in denen sich noch israelische Geiseln befinden könnten.
Am Wochenende veröffentlichte die Hamas Videos von abgemagerten, ums Überleben kämpfenden Geiseln. Auf dem Foto zu sehen ist der Deutsche Rom Braslavski (21)
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Channel 12 zitierte in einem Tweet seines politischen Reporters Amit Segal aus hochrangigen Regierungskreisen: „Die Entscheidung ist gefallen: Wir werden den Gazastreifen erobern.“ Ohne eine völlige Kapitulation der Hamas sei keine Freilassung weiterer Geiseln zu erwarten, hieß es. Das Risiko: „Sonst sterben die Geiseln an Hunger und Gaza bleibt unter Hamas-Herrschaft.“
Netanjahu selbst formulierte laut Channel 12 und der Jerusalem Post drei zentrale Kriegsziele:
▶︎ Hamas militärisch besiegen
▶︎ Alle Geiseln heimholen
▶︎ Sicherstellen, dass vom Gazastreifen keine Bedrohung mehr für Israel ausgeht
Generalstabschef Eyal Zamir ließ Netanjahu nach Angaben seines Büros ausrichten, er solle den Plan umsetzen – „oder zurücktreten“.
[–>Für Dienstag wurde eine Sitzung des Sicherheitskabinetts einberufen, um den militärischen Fahrplan für die geplante Offensive festzulegen.
Am Wochenende veröffentlichte die Hamas Videos, auf denen abgemagerte Geiseln zu sehen sind – darunter Rom Braslavski (21). Die Aufnahmen könnten den letzten Ausschlag für die Entscheidung Netanjahus gegeben haben. Die Botschaft der Islamisten: Auch die Geiseln würden wegen der ausbleibenden Hilfslieferungen hungern.
Palästinenser strömen zu einer Verteilungsstelle für Nahrungsmittel in der Nähe des Grenzübergangs Zikim
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Die Hamas hatte ihre Rückkehr an den Verhandlungstisch zuletzt an eine zentrale Bedingung geknüpft: Hunderte Lkw mit Hilfsgütern müssten zuvor in den Gazastreifen gelangen. Die Verteilung wollte die Terrororganisation selbst übernehmen. Als die Videos der Geiseln veröffentlicht wurden, erklärte sich das Rote Kreuz bereit, Pakete direkt an die verschleppten Israelis zu liefern. Doch die Hamas konterte mit neuen Forderungen: Solche Lieferungen würden nur akzeptiert, wenn Israel dauerhaft humanitäre Korridore öffne und alle Formen des Flugverkehrs während der Übergabe einstelle.
Der neue, drastische Kurs Netanjahus kommt nach monatelangen gescheiterten Vermittlungsversuchen in Katars Hauptstadt Doha, bei denen es um eine Waffenruhe und die Freilassung der Geiseln ging.
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Apsny News


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