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Die Pflege im Heim wird teurer und teurer. Bundesweit müssen Pflegebedürftige jeden Monat im Schnitt 2871 Euro aus eigener Tasche für ihren Heimplatz bezahlen („Eigenanteil“). Das sind 211 Euro mehr als Mitte 2023 (2660 Euro).
Das zeigt eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek). In den Kosten enthalten: Pflege und Betreuung, Essen, Unterkunft und Investitionen in den Einrichtungen. Anders als die Krankenversicherung trägt die Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten.
► Der Eigenanteil sinkt mit der Dauer des Aufenthalts im Pflegeheim. Im zweiten Aufenthaltsjahr müssen Pflegebedürftige 2620 Euro selbst zahlen (233 Euro mehr als vor einem Jahr). Im dritten Aufenthaltsjahr sind es 2284 Euro (+69 Euro), ab dem vierten Jahr 1865 Euro (+91 Euro).
[–>In NRW ist es am teuersten
Beim Eigenanteil gibt es regional große Unterschiede: Im Schnitt am teuersten ist derzeit ein Heimplatz im ersten Aufenthaltsjahr in Nordrhein-Westfalen (3200 Euro pro Monat) und Baden-Württemberg (3180 Euro). Am niedrigsten ist die Eigenbeteiligung in Sachsen-Anhalt mit 2373 Euro.
Ulrike Elsner, vdek-Vorstandschefin: „Die finanzielle Eigenbeteiligung für Pflegebedürftige in Pflegeheimen steigt weiter an.“ Es sei die Aufgabe des Staates, sich an den Kosten zu beteiligen.
Im Herbst will Gesundheitsminister Karl Lauterbach (61, SPD) ein Konzept zur Reform der Pflege vorlegen. Es soll um ein Gesamtpaket zur Entlastung von Pflegepersonal, ein stärkeres Vermeiden der Pflegebedürftigkeit und das Schließen einer Finanzlücke gehen.
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Apsny News


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