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München – Er reiste dorthin, wo der Schmerz noch in der Luft liegt – und kam mit erschütternden Eindrücken zurück. Comedian Oliver Pocher war mehrere Tage in Israel unterwegs.
Er besuchte einen Kibbutz, stand direkt am Grenzzaun zu Gaza, reiste nach Bethlehem und Ramallah in den palästinensischen Gebieten. Jetzt zieht er im Podcast von BILD-Reporter Paul Ronzheimer Bilanz.
Pocher an den Orten des Terrors vom 7. Oktober
Auf dem Gelände des Supernova-Festivals, wo Terroristen der Hamas am 7. Oktober 2023 ein Blutbad anrichteten, wurde Pocher still. „Wenn du da durchgehst und die 390 Kreuze siehst, das ist unfassbar“, sagt er.
Er sprach mit Überlebenden, hörte, wie sie von der Gewalt des Massakers berichteten. Geschichten, die bleiben.
Not, Leid, Hunger – auch in Gaza
Doch Pocher wollte mehr wissen. Reiste weiter, sprach mit Palästinensern, sah die Zerstörung, das Elend, den Mangel an medizinischer Hilfe. „Ich wollte auch die palästinensische Sichtweise erfahren“, sagt er. Die Zahl der Toten in Gaza liege bei 65.000, wird ihm gesagt. „Die können sich auch 65.000 Geschichten genauso erzählen.“
„Hamas hat das Social-Media-Game gewonnen“
Als Comedian ist Pocher selbst ein Profi in den Sozialen Medien. Was er seit dem 7. Oktober beobachtet hat, macht ihn nachdenklich: „Das Social-Media-Game hat die Hamas gewonnen. Das muss man ehrlicherweise sagen.“
Oliver Pocher ledert ab: Warum so viele Promis gegen Israel sind!
Bilder von toten Kindern, zerstörten Häusern, werden millionenfach geteilt. Wer ausschließlich diese Szenen sieht, verliert das Mitgefühl für Israel.
Likes, Reichweite, Aufmerksamkeit erreicht man eher mit „Free Palestine“-Posts. „‚Free Palestine’ ist momentan komplett en vogue“, sagt Pocher. „Und dieser Aktivismus per Social Media ist so wahnsinnig anstrengend.“ Nicht jeder müsse zu allem seine Meinung abgeben. „Wenn man keine Ahnung hat, sollte man auch mal die Fresse halten.“


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