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Olympia 2024: Morddrohungen gegen Israel-Olympioniken | Sport

Olympia 2024: Morddrohungen gegen Israel-Olympioniken | Sport
Okundu
21 Temmuz 2024 - 10:11

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Die Olympischen Spiele in Paris (26. Juli bis 11. August) werfen ihre Schatten voraus – im Guten wie im Schlechten.

Während sich Sportler weltweit auf ihren Auftritt in der französischen Hauptstadt vorbereiten, haben israelische Athleten mit anderen Problemen zu kämpfen.

In den letzten Tagen erhielten mindestens 15 der 88 Delegations-Mitglieder Morddrohungen in ihren privaten E-Mails.

Absender: eine Organisation, die sich „Verteidiger des Volkes“ nennt. In den Mails heißt es: „Die Verteidiger des Volkes teilen hiermit mit, dass sie jegliche israelische Präsenz bei den Olympischen Spielen angreifen werden.“

Und weiter: „Ihr seid nicht zu den Olympischen Spielen in Paris eingeladen. Solltet Ihr doch kommen, dann seid Euch bewusst, dass wir planen, die Ereignisse von München 1972 zu wiederholen.“

Damals hatten palästinensische Terroristen im Olympischen Dorf israelische Sportler als Geiseln genommen. Bei dem Angriff und einem völlig misslungenen Befreiungsversuch der deutschen Polizei wurden elf Athleten und ein Polizist getötet.

Die E-Mails enden mit: „Macht Euch dafür bereit, dass wir jeden Moment zuschlagen können. Am Flughafen, im Hotel und auf den Straßen, die uns gehören.“

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Quelle: Bild

Hintergrund der Drohungen ist der Konflikt im Nahen Osten. Seit dem brutalen Überfall der palästinensischen Terror-Organisation auf den Süden Israels, bei dem über 1.200 Menschen getötet wurden, befindet sich das Land im Krieg.

Die Sicherheitsbehörden Israels sind in höchster Alarmbereitschaft. Details über die genauen Vorkehrungen in Paris werden geheim gehalten. Allerdings ist so viel bekannt: Die Ausgaben für die Sicherheit der Athleten ist 2024 ungefähr doppelt so hoch wie bei den Spielen in Tokio 2021.

In Sachen E-Mails konnte der Geheimdienst schnell Entwarnung geben – sie wurden von einem Bot verschickt.

Allerdings endeten damit die Drohungen nicht. Ende letzter Woche bekamen die beiden Fahnenträger Peter Paltchik (32/Judo) und der Schwimmer Meiron Amir Cheruti (26) Nachrichten auf Englisch und fehlerhaftem Hebräisch auf ihre Handys. Darin wurden die beiden unter anderem zu ihren eigenen Beerdigungen eingeladen.

Und wie reagiert das Nationale Olympische Komitee Israels? Präsidentin Yael Arad (57): „Wir nehmen das ernst, lassen uns aber nicht verrückt machen. Wir wussten, dass es solche Troll-Attacken geben würde. Unsere Athleten wurden in vielen Gesprächen darauf vorbereitet und wissen, wie sie damit umgehen müssen.“

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