Österreich: Kommt jetzt der erste Rechtsaußen-Kanzler? | Politik

06.01.2025 - Pazartesi 06:19

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Eine Mehrheit ohne sie ist nicht mehr möglich: Die österreichische Rechtsaußen-Partei FPÖ könnte bei unseren Nachbarn den nächsten Kanzler stellen. Die bisherige Kanzler-Partei ÖVP kündigte an, sie sei zu Gesprächen über eine entsprechende Koalition bereit. Das sagte Interims-Parteichef Christian Stocker am Sonntag.

Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, würde FPÖ-Chef Herbert Kickl (56) wohl nächster Kanzler Österreichs werden. Seine Partei lag bei der Wahl Ende September mit 28,85 Prozent erstmals vor der konservativen ÖVP, die nur auf 26,27 kam.

Damit hätte die FPÖ bei einer Koalition das Erstzugriffsrecht auf das Kanzleramt. Die ÖVP wäre nur noch Junior-Partner.

Bundespräsident will mit Kickl sprechen

Am Sonntag machte auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen (80) den Weg für einen FPÖ-Kanzler frei. „Die Stimmen, die eine Zusammenarbeit der ÖVP unter der FPÖ von Herbert Kickl ausschließen, sind leiser geworden. Daher habe ich Herbert Kickl angerufen und mit ihm vereinbart, am Montag um 11 Uhr zusammenzutreffen“, sagte der Präsident und ehemalige Grünen-Politiker.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen (80) sprach am Sonntag davon, dass sich „ein neuer Weg“ aufgetan habe

Bundespräsident Alexander Van der Bellen (80) sprach am Sonntag davon, dass sich „ein neuer Weg“ aufgetan habe

Foto: TOBIAS STEINMAURER/AFP

ÖVP und SPÖ hatten nach der Wahl versucht, Ex-Innenminister Kickl von der Macht fernzuhalten. Zunächst verhandelten die beiden Groko-Parteien dazu mit den liberalen Neos. Doch am Freitag stiegen Letztere aus den Koalitionsgesprächen aus. Am Samstag platzten dann auch Verhandlungen über ein Zweierbündnis aus ÖVP und SPÖ.

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