Ostsee: Sabotage-Verdacht! Kabel zwischen Lettland und Schweden kaputt | Politik

27.01.2025 - Pazartesi 06:15

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Schon wieder Sabotage in der Ostsee? Am Sonntagmorgen ist erneut ein Unterwasserkabel beschädigt worden. Wie der lettische Radiosender LSM berichtete, handelt es sich um ein Glasfaserkabel zwischen der lettischen Hafenstadt Ventspils und der schwedischen Insel Gotland.

In dem Bericht hieß es, zu der Beschädigung sei es wahrscheinlich durch „äußere Einflüsse“ gekommen. Sprich: Von allein ist die Verbindung nicht kaputtgegangen. Die lettische Marine entsandte dem Bericht zufolge eine Patrouille. Sie soll ein Schiff inspizieren, das möglicherweise den Schaden verursacht hat. Das Vorgehen werde mit der Nato koordiniert, berichtete LSM. Die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina berief eine außerordentliche Kabinettssitzung ein.

Die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina (49) stimmte das Vorgehen mit der Nato ab

Die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina (49) stimmte das Vorgehen mit der Nato ab

Foto: AFP via Getty Images

Bei dem verdächtigen Schiff soll es sich laut der lettischen Marine um die „Michalis San“ handeln, die sich zum betreffenden Zeitpunkt neben zwei weiteren Schiffen in der Region befunden habe. Informierten Kreisen zufolge trat der Kabelschaden in schwedischen Gewässern in rund 50 Metern Tiefe auf.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (66) sprach Lettland und Schweden „volle Solidarität“ der Europäischen Union aus. Die „Widerstandsfähigkeit und Sicherheit“ der kritischen Infrastruktur sei für die EU von höchster Bedeutung, schrieb sie auf X.

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Der Vorfall folgt auf eine Reihe von Sabotageakten von russischen und chinesischen Schiffen in den vergangenen Monaten. Vor allem Kreml-Tyrann Wladimir Putin (72) steht im Verdacht, mit den Angriffen seiner „Schattenflotte“ das Nato-Bündnis destabilisieren zu wollen.

► Erst Ende 2024 hatte der Öltanker „Eagle S“ seinen tonnenschweren Anker hinuntergelassen und dann über den Grund der Ostsee gezogen. Dabei wurde ein Kabel zwischen Finnland und Estland beschädigt. Anfang des Jahres bargen finnische Spezialisten das Beweisstück vom Meeresgrund und beschlagnahmten den Anker.

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