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Cem Özdemir (58, Grüne) rechnet mit der deutschen Asyl-Politik ab. Und berichtet dabei ganz persönlich von seiner eigenen Betroffenheit – als sich sorgender Vater.
In einem Gastbeitrag für die „FAZ“ schreibt Özdemir von seiner Tochter, die im nächsten Jahr Abitur macht. „Wenn sie in der Stadt unterwegs ist, kommt es häufiger vor, dass sie oder ihre Freundinnen von Männern mit Migrationshintergrund unangenehm begafft oder sexualisiert werden.“
Gegen solche Übergriffe habe sie sich ein „dickes Fell“ zugelegt. „Doch ich spüre, wie sie das umtreibt“, so Özdemir. „Und wie enttäuscht sie ist, dass nicht offensiver thematisiert wird, was dahintersteckt: die patriarchalen Strukturen und die Rolle der Frau in vielen islamisch geprägten Ländern.“
Dabei zögere seine Tochter, von ihren Erlebnissen zu erzählen, weil sie nicht wollte, „dass Rechtsradikale daraus Kapital schlagen“. Und sie wolle, „dass anerkannt wird, dass sehr viele Migranten und Geflüchtete alles tun, um hier schnell anzukommen, hart arbeiten und sich engagiert einbringen“.
Und auf der anderen Seite habe seine Tochter auch schon ausländerfeindliche Angriffe selbst erlebt.
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Apsny News


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