Rede-Duell mit AfD-Politiker: Bei diesen Punkten wurde Palmer laut | Politik

07.09.2025 - Pazar 22:19

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Tübingen – Sie stiegen in den Ring – und taten erst mal gar nichts. Statt Debatte gab's beim großen Rede-Duell zwischen Tübingen-OB Boris Palmer und Baden-Württembergs AfD-Landeschef Markus Frohnmaier zunächst nur Chaos.

Schon vor dem Start am Freitagabend hatten sich vor der Halle Demonstranten in Position gebracht. Gegen die AfD – und gegen Palmer, der mit der AfD sprach. Drinnen folgten dann minutenlang „Nazi raus“- und Buh-Rufe. Frohnmaier wurde u.a. als „AfD-Sau“ beleidigt. Aktivisten störten mit schrillen Signal-Tönen. Folge: Die Polizei schmiss zahlreiche Unruhestifter raus. Die Veranstaltung wurde einige Zeit unterbrochen.

Erst allmählich kehrte Ruhe ein. Trotzdem hatte Moderator und Rhetorik-Professor Joachim Knape (75, Uni Tübingen) Mühe, einzelne Pöbler in den Griff zu bekommen.

Die Polizei führt einen Aktivisten ab

Die Polizei führt einen Aktivisten ab

Foto: ULMER<!-->

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Im Ring zwischen Palmer und Frohnmaier blieb es bei ein paar Beinübungen. Der große Nahkampf: Fehlanzeige. Beide klapperten einmal alles ab: Meinungsfreiheit, Klima, Migration, Wohnen, Wirtschaft und Demokratie.

Ein paar Mal aber wurde Palmer laut!

Das ganze Rede-Duell: Boris Palmer streitet mit AfD-Mann Frohnmaier

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[-->Quelle: Youtube/Streitgespräch Tübingen05.09.2025

Beispiel: Frohnmaier beklagte, Deutschland habe ein Sicherheitsproblem. Palmer entgegnete: Die Zahl der Straftaten habe im vergangenen Jahr bei 5,5 Millionen gelegen – 2000 aber noch bei 6,3 Millionen. Palmer lautstark: „Wer vor 20 Jahren keine Angst auf der Straße hatte, der muss es heute auch nicht haben.“ Frohnmaier konterte, Palmer könne keine Statistik lesen.

Auch beim Thema Wirtschaft wurde Palmer deutlich, haute dem AfD-Programm alle Punkte aus dem AfD-Wahlprogramm entgegen, die Gemeinden und Bürger seiner Meinung nach schadeten.

AfD-Politiker Markus Frohnmaier (34, l.) und

AfD-Politiker Markus Frohnmaier (34)

Foto: IMAGO/Ulmer II<!-->

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Auch konfrontierte Palmer Frohnmaier mit rassistischen Aussagen seiner Parteikollegen, der wandte sich, die stünden nicht für die gesamte Partei. Als Palmer sagte, er habe Angst vor der AfD und Frohnmaier dessen Zitat vorhielt, wenn die AfD komme, „wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet“, fühlte sich Frohnmaier bloß missverstanden. „Das Zitat bezieht sich auf einen Politikstil und nicht Menschen“, so der AfD-Politiker.

Frohnmaier sprach hinterher gegenüber BILD von einem „sehr gelungenen Abend“ und dass er gern noch ein Bier mit Palmer trinken würde. Der sagte gegenüber BILD lediglich, dass er noch zum Essen mit Freunden und Familie verabredet sei. Kurios: Nach Veranstaltungsende hatte der Tübingen-OB kurz sein iPad gesucht – jemand hatte es in eine AfD-Tasche gepackt.

39 Prozent in Sachsen-Anhalt: Umfrage-Beben befeuert Debatte um AfD-Verbot!

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[-->Quelle: BILD05.09.2025

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