Reichinnek zeigte ihn an: BILD zu Besuch bei „Professor Kühlschrank“ | Politik

13.11.2025 - Perşembe 22:18

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Leipzig – Ein Jura-Professor ist aktuell heißes Thema auf der Social-Media-Plattform X. Er wurde von Linken-Politikerin Heidi Reichinnek (37) wegen eines Kühlschrank-Bildes angezeigt. BILD hat Tim Drygala (62) am Stadtrand von Leipzig (Sachsen) besucht.

Ein gepflegtes Viertel mit Gründerzeithäusern und Eigenheimen: Vor seinem berühmt-berüchtigten Kühlschrank erzählt der Wirtschaftsrechtler von der Uni Leipzig, was ihn an Reichinnek und vielen anderen Linken stört – und warum er seinen Post kein bisschen bereut. Auch wenn der ihm gerade eine Menge Ärger einbrockt.

▶︎Das Foto von Heidi Reichinnek hängt wieder an der Kühlschranktür. Rechts unten, wie auf dem X-Beitrag, den Tim Drygala zwischenzeitlich gelöscht hat. „Unser Dekan hatte darum gebeten“, erklärt er. Denn obwohl in Drygalas X-Account weder das Wort „Professor“ steht noch die Uni Leipzig erwähnt wird, gingen dort dutzende Protestbriefe ein.

Für den BILD-Fotografen schlägt Professor Tim Drygala noch einmal gegen seine Kühlschranktür

Für den BILD-Fotografen schlägt Professor Tim Drygala (62) noch einmal gegen seine Kühlschranktür

Foto: Alexander Schumann

„Die muss unser Dekan alle beantworten“, seufzt Drygala. Doch dann bekam auch er selbst Post. Von der Polizei. Heidi Reichinnek hat den Professor wegen Beleidigung angezeigt – und der verärgerte Drygala lud den Beitrag aus Trotz wieder hoch.

Drygala: „Das ist nie im Leben eine Beleidigung“

„Das ist nie im Leben eine Beleidigung“, ist der Jurist überzeugt. „Das ist Politiker-Kritik. Das müssen die aushalten.“ So wie er es aushält, wenn man ihn als „Arsch“ beschimpfe, so der Jurist. ABER: Beleidigungen wie „Menschenfeind“, „Faschist“ oder „Frauenverächter“ findet auch der Vater und Ehemann problematisch. Oder wenn die Uni aufgefordert wird, ihn fristlos zu feuern.

Der aus Lübeck stammende Jurist gesteht: „Ich hatte schon als Kind ein schlechtes Verhältnis zum Kommunismus.“ Die innerdeutsche Grenze sei ihm immer vor Augen gewesen, wenn er mit seinem kleinen Boot daran entlang geschippert sei – inklusive der Warnungen vor Minen.

„Ich hatte schon als Kind ein schlechtes Verhältnis zum Kommunismus“, erzählt Tim Drygala (l.) im Gespräch mit BILD-Reporter Uwe Freitag

„Ich hatte schon als Kind ein schlechtes Verhältnis zum Kommunismus“, erzählt Tim Drygala (l.) im Gespräch mit BILD-Reporter Uwe Freitag

Foto: Alexander Schumann

Würde er sich auch mit Heidi Reichinnek auf einen Kaffee treffen? „Nee. Ich glaube, das hat keinen Zweck.“ Für Drygala, der sich dem „Team Freiheit“ von Ex-AfD-Chefin Frauke Petry (50) angeschlossen hat, „ist die ganze linke Politik grundfalsch“. Von „Tax the Rich“ (besteuert die Reichen) hält der Professor nichts. „Grundschädlich!“, sagt er. Und auch das „Rumgehampele“ (O-Ton Drygala) von Reichinnek auf TikTok ist natürlich auch nicht nach seinem Geschmack.

Drygala schlägt nicht nur Zorn entgegen

Drygala erzählt, dass ihm nicht nur Zorn entgegenschlägt. Während des Gesprächs ploppen immer wieder Mails auf, in denen der Jurist gefeiert wird. Selbst Studenten, die in seiner Vorlesung sitzen, schreiben, dass sie „wichtig finden“, was er macht. „Was mich am meisten stört: Wir reden jetzt wieder nur über Sprache, über Befindlichkeiten, nicht über Inhalte.“

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