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Rücktrittsdiskussion bei Lanz: Droht Scholz das Biden-Schicksal? | Politik

Rücktrittsdiskussion bei Lanz: Droht Scholz das Biden-Schicksal? | Politik
Okundu
14 Eylül 2024 - 7:18

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Wird sich die SPD angesichts der schlechten Umfragewerte gegen Bundeskanzler Olaf Scholz (66) stellen?

Das wollte Markus Lanz (55) in seiner Talkrunde am Donnerstag von Michael Bröcker (47), dem Chefredakteur von „Table.Media“ wissen.

„Sie sagen, dass es im Frühjahr den Joe-Biden-Moment geben wird?“, fragte Lanz den langjährigen Hauptstadtjournalisten – und spielte damit auf den überraschenden Rückzug Bidens aus dem Präsidentschaftswahlkampf an.

Bröckers trockene Antwort: „Es gibt den Joe-Biden-Moment jeden Tag in der SPD.“

Die Rückendeckung aus der SPD könnte für Olaf Scholz im Bundestagswahljahr 2025 geringer werden, erklärt Michael Bröcker Markus Lanz

Die Rückendeckung aus der SPD könnte für Olaf Scholz im Bundestagswahljahr 2025 geringer werden, erklärt Michael Bröcker

Foto: Markus Hertrich<!–>

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Aktuell sei dieser Moment aber nicht erreicht. „Dazu müsste es in der Ampel wahrscheinlich noch weiter heruntergehen“, so Bröcker zu Lanz. Noch würde die SPD hinter ihrem Kanzler stehen. „Sie hält es in diesen Zeiten sehr lange aus, weil sie diese Putschisten-Mentalität, die sie bei Kurt Beck und Andrea Nahles durchgemacht hat, nicht mehr haben will.“

Bröcker glaubt: Ende des Jahres könnte aber der Biden-Moment entstehen, „wenn die Umfragen bei 10 Prozent sind und das Bundestagswahljahr bevorsteht und alle sagen: Mit dem geht es nicht mehr.“

Wer würde Scholz den Rücktritt nahelegen?

Im Fall Biden konnten Vertraute wie Barack Obama (63) und Jill Biden (73) den Präsidenten letzten Endes überzeugen, seine Kandidatur zurückzuziehen. Wer aber würde Scholz zum Rückzug bewegen, will Moderator Lanz wissen.

Vermutlich jemand, dem Scholz vertraut und dem er zuhört, glaubt Bröcker. „Da denkt man an den Kanzleramtschef“, mutmaßt der „Table.Media“-Chefredakteur. „Es muss jemand sein, der es nicht sagt, weil er selbst etwas werden will, sondern der es ihm sagt, weil es besser für die Partei ist.“

Bröcker: „Am Ende sind es nicht die Gegner eines Bundeskanzlers, sondern es sind immer die Vertrauten, die ihm sagen: Es geht nicht mehr.“

[–>Klara Geywitz (48, SPD), Bundesbauministerin und Kanzler-Vertraute, will von einem möglichen Scholz-Rückzug nichts wissen: „Ich kann alleine mit dem Begriff Joe-Biden-Moment schon gar nichts anfangen.“

Nach weiteren Lanz-Nachfragen zu einem möglichen Kandidatenwechsel flüchtet sich Geywitz in eine Bibel-Weisheit: „Es gibt den schönen Spruch in der Bibel: So Gott will und wir leben, werden wir dieses oder jenes tun.“

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